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Hasenaller — Hasenclever.
äns T,., gemeiner Hase, 60 am lang. Ohr er-reicht angedrückt die Schnautzenspitze, Leib lang-gestreckt, Schwanz kurz, in die Höhe gekrümmt,Hinterläufe lang, Balg aus Wollhaaren mit ein-zelnen Stichelhaaren, oben rothgran, an der Brustu. Len Seiten braunröthlich, unten röthlich, braunu. gelb. Das Männchen (Rammler) ist kürzer,hat breitere Lenden, stärkeren, wolligeren Kopf,längeren Bart, kürzere Ohren, ist mehr braun-roth, das Weibchen (Häsin, Setzhase) ist größer,gestreckter, Rückenwolle schwärzlich-grau, Seiten-farbe lichter, Schwanz länger. Varietäten: dersüdeuropäische Hase mit kurzer, lockerer Be-haarung u. schlanken dünnbehaarten Ohren. Pelzmit viel rostfarbenem Haar. Der mit tele uro-p äische H. mit langem, dichtem Haar, langen, dicht-behaarten Ohren; Schenkelhaare weißlich, Wimer-pelz mit Weiß. Nordöstlicher H. ebenso, aberKörperseiteu u. Schenkel weißlich, Rücken im Wintergrauweiß. Hauptcharakter des H. ist Furchtsamkeit,doch schläft er nicht mit offenen Augen; verfolgtzeigt er viel Schlauheit. Er bewohnt Europa, mitAusnahme des NO. u. N., findet sich auch umden Kaukasus, am Terek, Kuma, der unterenWolga u. den südlichen Vorbergen des Ural. Erhält sich gewöhnlich im Felde, weniger im Waldeauf u. gräbt sich sein ovales Lager in die Erde.In der Jägersprache heißen des H. Ohren: Löffel,Augen: Lichter (Seher), Füße: Läufe, Hinterfüße:Sprünge, Schwanz: Blume (Feder), Haare: Wolle,Nahrung: Aesnng (er äßt sich); er sitzt in demLager od. drückt sich, er erhebt sich in demselben, erruscht, geht langsam vor, er rückt oder fährt indas Holz, er geht schnell (läuft), trillt (im Schritt),kommt flüchtig, wird aufgestoßen (aus dem Lagergetrieben), durch den Hund aufgestochen, auf derNeue aufgeschürt oder ausgemacht; wenn ihn dieHunde greisen wollen u. durch seine Wendungenverfehlen, gerahmt; fassen sie ihn, so ist er er-griffen (weggenommen, gefangen); er ist fett, gut(statt feist) oder schlecht, schreit, quäkt, klagt nicht,wird erwürgt (genickt); er macht einen Kegel, wenner auf den Hinterbeinen aufrecht sitzt; macht einMännchen (bäumt auf), wenn er auf den ausge-streckteu Hinterläufen steht u. sich umschaut; manwirft ihn aus, streift ihn ab, häst ihn ein. Nahr-ung: alle Arten Feld- u. Gartenfrüchte, bes. Ger-stensaal, junger Rübsen und Raps, Kraut, Klee,Hafer u. alle milchhaltigen Pflanzen; im Winterauch Baumspitzen, Baumrinde, Eicheln u. andereMast. Begattung: Ende Januar bis September;hierbei suchen sich die H. im hohem Korne aufbes. gebahnten Pfaden (Hexenstegen) auf. DieHäsin geht im Februar oder März bis October30—31 Tage, setzt des Jahres 3—4 Mal 1—3,das 2. Mal 3—5 Junge. Satz in ein flach ge-grabenes, mit Haaren gefüttertes Nest, oder inLaub od. hohes Gras, das sie längstens nach 3Wochen verläßt u. sich 6 Tage nach dem Setzenschon wieder begattet. Die Jungen brauchen etwa9 Monate, um ausgewachsen zu sein, und heißennach 9 Wochen halbwüchsig, nach 12 Dreiläuser.Bei den jüngeren H. läßt sich das Fell zwischenden Ohren leicht in die Höhe ziehen. Feinde:alle Ranbthiere, Hunde, Raben, Elstern, innerlichBandwürmer. Krankheiten: die Leberfäule, von
übermäßiger Hitze in der Begattungszeit drüsen-artige Geschwüre (Hitzblattern) an Lunge, Herzen,Rücken rc., bes. aber au dem männlichen Glied,welche nach neueren Untersuchungen syphilitischerNatur sind. Lebensdauer 10 Jahre. Das Fleischist sehr wohlschmeckend, bes. von jungen H. vom3. bis 8. Monat; die Berghasen geben dasbeste Fleisch, H. aus sumpfigen Gegenden dasschlechteste. Häsinnen sind wohlschmeckender alsRammler. Mit H-feilen wird ein starker Handelgetrieben und die besseren Winterbälge, bes. dieweißen, dienen als Pelzwerk; die enthaarten H-felle geben Leder u. die Abfälle Leim; die weichenHaare werden theils wie Wolle zugerichtet u. zuHandschuhen, am häufigsten zu Filzhüten benutzt;das Fett gibt eine heilende Salbe; die Hinterläufedienen als Handbesen. Begegnung mit einem H. galtn. gilt dem Aberglauben noch als schlimme Vorbe-deutung. Den Israeliten, Türken u. Armeniernist das Fleisch des H. unrein, die Araber schätzenes. Bei den Griechen, wie bei den Ägyptern,war der Hase Symbol der Fruchtbarkeit. Zur Jagdder H. bediente man sich großer Knittel oderKrummstäbe (Lagobola), mit denen man sie warf.Sein Bild findet sich auf römischen Grabmonu-menten; angeblich, weil er mit offenen Angenschlafe, als «Sinnbild der Unsterblichkeit. Bei denalten Briten war der H. in den Mysterien desCeridwen bedeutungsvoll, und aus seinem Laufeschloß man auf den Ausgang eines Krieges.Das Schelt- und Schimpfwort Hase für Feiglingkam bei den Deutschen und Franken schon frühevor; den Gegensatz bildeten, als Beinamen kräft-iger Männer, die Namen starker Ranbthiere (Wolf,Bär, Löwe). Farwick.
Hasenauer, Karl, namhafter Architekt derGegenwart in Wien, geb.das. 1833, fludirte Tech-nik am Collegium Carolinum in Braunschweig,dann von 1850—55 an der Akademie zu Wienunter Sicardsburg u. van der Nllll, auf Reisenin Oberitalien, Bayern, Frankreich, England undSchottland, wurde 1866 Mitglied der WienerAkademie und 1868 Ehrenmitglied des Institutsder britischen Architekten in London. Von ihmzahlreiche Privathäuser in Wien, so die Pareira-schen am Graben rc. Auch an den Bauten derWeltausstellung 1873 daselbst hatte H. weitgehen-den Antheil. Regnet.
Hascnberg, der höchste Punkt in Ostpreußen,fast nördlich von Kandilten im Kreise Pr. Eylaudes Regbez. Königsberg, 195 in hoch.
Hascnclever, 1) Johann Peter, nam-hafter Gcnremaler, geb. 18. Mai 1810 in Rem-scheid, starb in Düsseldorf 16. Dec. 1853. Dortwollte er sich zuerst zum Baumeister ausbilden, gingaber dann zur Malerei über u. lebte dann 1838bis 1842 in München. Der vorherrschende Zug inseinen Bildern ist Humor, u. was dem verwandtist in Laune, Satire u. Gemllthlichkeit. Er trittvornemlich in einer Reihe von Bildern hervor,die er dem komischen Heldengedicht der Jobsiadeentnommen hat und von denen das Consistoriab-examen (in der Münchener Neuen Pinakothek)das bekannteste ist. Von großer komischer Wirkungist seine Dorfschule, dann Der Niesende, DasLesecavinet, Die Raucher, Das Lesezimmer und