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Harrodsburg — Härtel.
obgleich seine Schulbildung sehr mangelhaft ge-wesen und er versicherte, vor seinem 2l>. Jahrekeinen Brief geschrieben zu haben. In einemFolioband von über 200 Seiten veröffentlichte erfür seine Familie ein Gedicht: Der Eisenarbciterund König Salomo, zur Verherrlichung dessen,„was nur zu oft als niedere Arbeit angesehenwird", eine Selbstbiographie, mit vielen merk-würdigen Einzelheiten aus seinem Leben in Ruß-land, über seinen Dampfkessel, den Ban herBrücke über die Newa u. a. Er st. zu Philadel-phia 27. März 1874. s> Specht. 3>Schroot* 4) r.
Harrodsburg, Sitz des Mercer County imNordamerika!!. Unionsst. Kentucky, Militärakademie,berühmte Mineralquellen, 3000 Ew.
Harrogate (Harrowgate), viel besuchter Bade-ort im WRiding der engl. Grafschaft Dort, Eisen-bahnstation; 4 Kirchen, Handwerker-Institut,11 Mineralquellen (Eisen- n. sehr starke'Schwefel-quellen) mit Badeanstalt; 6843 Ew. In derNähe die Höhle, in der Eugen Aram seinenFreund Clarke ermordete, und eine versteinerndeQuelle (äroppiuA tvsll).
Harro Harring, s. Harring.
Harrow on the Hill, Dorf in der engl. Graf-schaft Middlesex, 15 Lin. nordwestl. von London,mit einer schönen Kirche u. der 1571 von JohnLyon gestifteten Erziehungsanstalt für Söhne derhöheren Stände, welche auch Byron und SirRobertPeel unter ihren Zöglingen zählte; 4997 Ew.
Harrysmith (Vreede Dorp), Districtshanpt-stadt in der Orangefluß.Republik (SAfrika), ein auf-blühender, erst 1851 gegründeter Ort, unweit desde Beers-Passes, durch welchen die Straße überdie Draken-Berge nach Port Natal führt.
Harsdörffer, Georg Philipp, DeutscherDichter u. Prosaiker, geb. 1. Nov. 1607 in Nürn-berg, stndirte in Altdorf und Straßburg, bereistedann Frankreich, England, Holland, Italien, wurde1637 Richter in Nürnberg, stiftete hier 1644 mitJoh. Klai den Blumenorden an der Pegnitz, trat1655 in den Rath ein, st. 22. Sept. 1658. Schrif-ten: Fraucnzimmer-Gespräch-Spiele, Nürnb. 1641bis 1649, 8. Bde.; Poetischer Trichter, das. 1647bis 1648, 2 Thle., u. ö. in 3Thlen.; HerzbewegendeSonntagsandachten rc., das. 1651; Nathan, Jothamu. Simson, od. geistlicher und weltlicher Lehrgedichteerster n.andererTheil, das. 1650—51; AuswahlausH-s Gedichten in Müllers, Bibliothek Deutsch. Dichterdes 17. Jahrh. IX. Vgl. I. Tittmann, Die Nürn-bergerDichterschule, Göttingen 1847. Zimmermann.
Harste, im Mittelalter eine Art Miliz. DaherHarsthörner, die Hörner, welche diese Truppen zumAngriff riefen.
Hart, s. u. Härte.
Hart, zwei Counties in den Nordamerika!!.Unionsstaaten: 1) in Georgia unter 84" n. Br.u. 82" w. L., 6788 Ew.; C-sitz: Hartwell; 2 ) inKentucky unter 37" n. Br. u. 85" w. L., 13,687Ew.; C-sitz: Munforbsville.
Hartberg, Stadt im gleichnamigen Bezirk desösterr. Herzogthums Steiermark; Kapnzinerkloster(1654gestiftet), Pfarrkirche mit dem schönsten Thurmim Lande; Tuchfabrikation, Getreidehandel, Pferde-zucht; 1500 Ew. In der Nähe die Schlösser Neu-berg, Klaffenau, Kirchberg, Reitenau u. Eichberg.
Hartblei, s. Blei 6).
Härte, der Widerstand, welch»n feste Körperdem Eindringen von Spitzen, dem Geritztwerden,entgegensetzen. Die Bestimmung der H. ist bes.in der Mineralogie von Wichtigkeit. Die Gradeder H. werden ungenau durch die Worte zerreib-lich, weich, halbharr, hart bezeichnet; zur genauerenBestimmung des H-grades, gewöhnlich schlechtwegHärte genannt, bedient man sich nach Mohs einerHärtescala, d. h. einer Reihenfolge von Mine-ralien, von denen immer das nächste härter istals das vorhergehende, u. welche als feste Ver-gleichungspnnkte für alle Härtebestiinmungen dienen;nach dieser Scala besitzt
Talk die H.
Steinsalz „ „
Kalkspath „ „
FluUpatl, „ „
Apatit „ „
Feldspath die H.Quarz „ „
Topas „ „
Korund „ „
Diamant „ „
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Bei der Bestimmung des H-grades irgend einesMinerals versucht man nun, welches von denGliedern der Scala durch eine scharfe Kante desMinerals noch geritzt wird, u. durch welches Gliedder Scala das Mineral selbst geritzt wird, z. B.der Analcim ritzt Apatit und wird von Feldspathgeritzt, also liegt seine Härte zwischen der desApatits und des Feldspaths, man sagt, seine H.sei 5 bis 6. Ritzt ein Mineral ein Glied derScala und wird von dem nächst höheren Gradenicht geritzt, so hat es die H. des letzteren, z. B.Boracit ritzt den Feldspath u. wird durch Quarznicht geritzt, also ist seine H. — 7. Bei genauerenH-bestimmungen bedient man sich eines Sklero-meters, da die geringeren H-verschiedenheiten, wiesie auf ein und derselben Fläche in verschiedenenRichtungen (z. B. beim Kalkspath) oder auf ver-schiedenen Flächen desselben Minerals (z. B. beimCyanit von 5—7 gehend) Vorkommen, durch die obigeMethode nur selten wahrzunehmen sind. Lehmann?
Härtel, 1) Gottfried Christoph, Buch-händler, geb. 27. Jan. 1763 in Schneeberg, stndirteseit 1780 in Leipzig die Rechte, Philologie undÄsthetik, lebte dann einige Zeit als Hauslehrerbei adeligen Familien in Dresden, wurde 1789Lehrer u. Privatsecretär der Gräfin Auguste vonSchönburg-Vorderglaucha, kehrte jedoch 1794 nachLeipzig zurück, wo er sich literarisch beschäftigte u.im Herbst 1795 in das Geschäft des BuchhändlersChristoph Gottlob Breitkopf als Theilnehmer ein-trat u. dasselbe mit ihm gemeinschaftlich bis zudessen Tode 1800 unter der Firma Breitkopfu. Härtel n. dann allein fortführte. Mit demGeschäft, welches ursprünglich in einer Buch- undMusikalienhandlung, einer Buchdruckerei u. Schrift-gießerei bestand, verband er noch eine Stein- u.Zinndruckerei für den Notendruck u. eine Fabrikmusikalischer Instrumente. Er unternahm 1798die Herausgabe der Werke Mozarts in 17 Bänden,denen bald die Werke Haydns, Clcmentis undDusseks folgten, und gründete 1798 die ersteMusikalische Zeitung, gab zahlreiche musikalischeu. auf Musik u. Componisten bezügliche, sowieandere wissenschaftliche Werke, so seit 1812 dieLeipziger Literaturzeitung heraus, n. st. 25. Juli1827 auf seinem Landgute Cotta bei Pirna. Nachmehrjähriger Administration des Geschäfts untervormundschaftlicher Aufsicht übernahmen die Leitung