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Horpcrs Fcrry
27. Mai 1869 in New-Dork, erlernte mit seinemBrnder John, geb. 1797 in Newton, gest. 22.April 1875 in New-Dork, die Buchdruckerkunst inNew-Dork, u. sie gründeten dann mit ihren jün-geren Brüdern Jos. Worley, geb. 1801, gest.14. Febr. 1870 in New-Dork, n. Fletcher, geb.1804, ein Bnchdrnckerei- n. BuchhändlergeschäftHarpsr auä Lrotbers, welches das großartigstein Amerika ist. Außer zahlreichen Werken, welchesie verlegten oder nachdrnckteu, geben sie die Zeit-schriften blarpsrs Nerv inontlil/ maxarins u. seit1857 Harpsrs heraus. Schroot.
Harpers Ferry (ursprünglich ShenandoahFalls), Postort im Jefferson County des nordamer.Unionsstaates Virginia, am Zusammenflüsse derShenandoah und Potomac Rivers, welche dannvereinigt hier die Blue Ridge durchbrechen (eineder malerischsten Natnrschönheiten in den Verein.Staaten); Eisenbahnstation; aus dem jenseitigenUfer des Potamac geht der Ohio Chesapeake Kanalab; 2000 Ew. Die frühere Gewehrfabrik wurdenebst dem Zeughaus 1861 beim Ausbruch desKrieges in Asche gelegt. Hier wurden 12. Sept.1862 die nordstaatlichen Generale Mils u. Whitemit 10,000 Mann von dem General Jackson ge-fangen genommen.
Harpeth River, 161 lcm langer Nebenfluß desCumberland im Staate Tennessee (NAmerika).
Harpeus, Harplls (Seew.), mit Terpentin ge-kochtes und abgeschäumtes Harz, was (bes. mitetwas Schwefelznsatz) eine klare, glänzende Flüssig-keit gibt, die zum Anstrich aller blank gehobelten,nicht durch Farbe gedeckten Holztheile (Masten,Raaen, Docks rc.) gebraucht wird, um diese vordem Reißen in der Sonne zu schützen. Fest-
Harpokrätes, Harpechruti, die griech. Formdes ägypt. Gottes Horos (s. d.). Später wurdeer als Gott des Schweigens verehrt, in welcherBeziehung auch sein Cultus in der Kaiserzeit nachRom drang.
Harpokrätion, Valerius, aus Alexandria,vorzüglicher griech. Grammatiker um 350 n. Chr.;er schr.: ^lxLr-cä>- rcür- üHa herausg. v.
Aldus, Vened. 1503 od. 1527, Fol.; v. Maussa-cus, Par. 1614; von Blancard, Leyd. 1683; vonJak. Gronov, ebd. 1696, n. Ausl, (von W. Din-dorf) Oxf. 1853, 2 Thle.; steht auch im 10. Bandeder attischen Redner von Neoph. Dnkas, Wien 1812.
Harpprecht, Joh. Heinrich, Freiherr v.H., geb. 1702 in Tübingen; wurde 1750 in denReichssreiherrnstand erhoben u. st. 1783 als Reichs-kammergerichtsrath in Wetzlar; seine zahlreichenSchriften sind für die Geschichte des Reichskammer-gerichts wichtig.
Harpune, s. u. Walfischfang.
Harpyie, 1) Harpz-ia, IN., Gatt, der frucht-fressenden Fledermäuse, mit auf dem Rücken an-gehefteten Flughäuten, rundem Kopf, kurzer undbreiter Schnauze u. röhrenförmigen Nasenlöchern.8. ospimlotss Celebes. 2) Gattung der
Adler (s. d.).
Harpyien (lat. Raxao) in der griech. Mythol.die Göttinnen des hinreißenden Sturmes. Inder Ilias kommt nur eine H., Podarge, vor,welche in Stutengestalt von Zephyros Mutter derRosse des Achilleus, Lanthos u. Balios, wurde;
! — Harrach.
in der Odyssee erscheinen H. in der Mehrzahl alsGenien des schnell dahinrafscnden Todes. Siewohnen nebst den Erinyen am Okeanos vor demEingang in das Schattenreich. Bei Hesiod sindsie schöugclockte und geflügelte Töchter des Thau-mas n. der Elektra, mit Namen Aöllo (Sturm)und Okypete (Raschflng), nach And. sind sieTöchter des Pontos u. der Gäa. Andere fügennoch die Keläno zu und nehmen mit Podarge(Schnellfnß) vier an; bei And. heißen sie Thy ella(Sturm), AcheloL u. Aellopus (od. Nikotho'c).In der Argonantensage erscheinen sie als Plage-göttinnen der Menschen, wie sie dem Phineus dieSpeisen wegfressen n. besudeln, bis sie von Kalaisn. Zetes auf die Strophadislbcn Inseln gebanntworden. Sie wurden abgebildet als Raubvögelmit jungfräulichem Gesicht und schmutzigem Leib,Arme mit großen Krallen u. in Hahnenfüße aus-gehenden Schenkeln. H. erscheinen auf Wappenals Adler mit vorwärts gekehrten Jungfranen-köpfen. Thiele,na»n.
Harrach, alte aus Böhmen stammende, jetztauch in Mähren und Ungarn begüterte Familie,welche 1552 in den Freiherrnstanb, 1616 in LenGrafenstand erhoben und 1559 mit dem Oberst-erblandstallmeisteramte im Lande ob der Ennsbeliehen wurde. Gras Karl, geb. 1570, kaiscrl.Rath u. Stellvertreter des Grafen Eggenberg beidem Erzherzog n. nachherigen Kaiser Ferdinand II.,bei dem er in großer Gunst stand, Geh. Rath,Kämmerer und Hofmarschall, wurde, nachdem er-den Frieden mit ven Venetiancrn verhandelt undin verschiedenen Successionsangelegenheiten thätiggewesen, 1627 in den ReichSgrasenstand erhoben.Außer einer Tochter Maria Elisabeth, welchein zweiter Ehe mit Wallenstein vermählt war,hinterließ er 1628 bei sseinem Tode drei Söhne,deren ältester, Graf Ernst Albrecht, geb. 1598,Cardinal, Erzbischof zu Prag n. Bischof zu Tri-dent, dem Kaiser in den böhmischen Unruhendiente, von den Schweden 1648 in seinem Palastzu Prag gefangen, doch auf Verwenden Mazarinsgegen Lösegeld wieder sreigelassen wurde n. 1667in Wien starb. Die beiden jüngeren Söhne desGrafen Karl gründeten die beiden jetzt noch blühen-den Linien: Graf Karl Leonhard die ÄltereLinie zu Rohrau, Graf Otto Friedrich dieJüngere Linie zu Bruck (Prugg), welche dieReichsstandschaft mit Sitz und Stimme auf demschwäbischen Grafencollegium hatte u. deren Chefdaher jetzt noch das PräLicat Erlaucht sühn;ihre Besitzungen sind die Herrschaften Brugg auder Leitha, Stauff n. Aschau in Österreich, Starken-bach, Schluckenau, Sedova u. Stezer in Böhmen,Janowitz in Mähren, Parndorf in Ungarn. Ausihr stammt: Ferdinand Bonaventura, geb.1637, bekleidete mehrere Ämter am kaiserlichenHofe, war auch öfter Gesandter, unter anderem inSpanien, wo er unter Karl II. bemüht war, demösterreichischen Hause die Nachfolge zu sichern, alleindurch Stolz gerade seinem Gegner in die Hände ar-beitete u. die Sache seines Hofes verdarb. Er bat1698 um seine Zurückberufung, ward 1699 Oberst-hofmeister n. Direktor des Geheimeraths u. starb15. Juni 1706 zu Karlsbad. Seine Ülämoires,Haag 1720, 2 Bde., herausgeg. von de la Torre.