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ten wohnend. Von den Sueven bedrängt, fielen sicmit den Usipetern in Gallien ein (55 v. Chr.), wur-den aber von Cäsar verrätherischer Weise überfallenu. besiegt. Der Überrest des Volkes floh über denRhein zurück und erhielt mit Hilfe der SigambrerWohnsitze au der Ruhr. Später Hilden die T. einenTheil des Fraukcnbundes.
Tennantit (Arsenfahlerz), reguläres Mineral,ähnlich dem Fahlerz, spröd, Härte 4, spec. Gew. 4,^bis 4,4g, schwärzlich bleigrau bis eisenschwarz, Strichdunkel röthlichgrau; besteht aus 25-27°/, Schwe-fel, 47—52 °/o Kupfer, 18-20»/, Arsen u. 2—6°/,Eisen; findet sich zu Redruth in Cornwall.
Termcberg, Yerzogl. Schloß i» Koburg-Gothabei Waltershausen, Sitz eines Amtsgerichts.
Tennes (Tenes), Sohn des Kyknos, s. d. 2); erwurde von Achilles bei dessen Zuge nach Troja er-schlagen und als Laudesheros verehrt.
Tennessee, 1) 1770 km langer Nebenfluß desOhio in NAmerika, wird gebildet aus Clinch u. Hol-ston, welche auf dem Alleghanies in Virginia ent-springen u. sich bei Kingston im Staate T. vereini-gen, er durchfließt diesen Staat in südwestl. Richtung,tritt nach Alabama über, wendet sich dann nördlichwieder nach T. u. mündet bei Paducan in Kentucky.Er ist 420 km weit für Dampfboote, für kleinereFahrzeuge aber 1200 üm weit schiffbar. 2) Staatder Nordamerika». Union, zwischen Kentucky, Vir-ginia, NCarolina, Georgia, Alabama, Mississippi,Arkansas ».Missouri, 118,097 dstcm (2144„sIM)mit 1,258,520 Einw., darunter 322,331 Farbige.Der östliche Theil des Staates ist von verschiedenenZweigen der Alleghanies durchzogen mit Gipfelnbis zu 2080 m, Muteltennessee ist größtentheils Ta-felland, das sich nach W. allmählich zur Mississippi-ebene absenkt, welcher West-T. angehört. Die Be-wässerung des Staates ist reichlich und dem Ver-kehr wie der Ökonomie günstig; der Mississippi bil-det in einer Länge von 260 üm die Westgrenze undnimmt hier Obion, Forked Deer und Wols auf;vom Cumberland gehören 400 lcm dem Staate T.an, wovon ziemlich die Hälfte für Dampfboote schiff-bar; der T. River kreuzt den Staat zweimal (s. 1).Das Klima ist im Allgemeinen mild, angenehm u.mit Ausnahme einiger sumpfiger Niederungen ge-sund. Der Boden ist durchgehends gut n. leicht zucultiviren, bes. West-T.; in Mittel- ü. Ost-T. sindnoch große Waldungen, namentlich von Coniferenu. nur in Ost°T. einige Gegenden unfruchtbar. VomGesammtareal waren 1870 23,,°/, landwirthschast-lich bebaut, 37 »/, waren bewaldet. Werth der Pro-ducte 1870: des Ackerbaues 63,691,000 (davon25,170,000 Baumwolle), der Viehzucht 49,648,000,der Industrie 34,368,000, des Bergbaues 776,000Doll. Eisenbahnen: 1875 2909 lim. Über das Ver-hältniß zu den übrigen Staaten der Union s. Nord-amerika». Unionsstaaten, S. 545. Eintheilungin 91 Conuties. Hauptstadt: Nashville. Die gegen-wärtige Verfassung ist die 1834 u. 1870 amen-dirte erste Constitution des Staates von 1796. Ander Spitze der Executivgewalt steht ein auf 2 Jahrevom Volk gewählter Gouverneur, dem ein Staats-secretär u. ein Schatzmeister beigeordnet sind. Diegesetzgebende Gewalt ruht in den Händen einer Ge-neral Assembly, welche aus einem Senat u. einemRepräsentantenhause besteht. Die Zahl der Sena-
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toren beträgt 25, die der Repräsentanten 75, beidemit zweijähriger Amtsdauer. Die General Assemblytritt im Qct. aller 2 Jahre in Nashville zusammen.T. sendet zum Congreß nach Washington 2 Sena-toren u. 10 Mitglieder in das Repräsentantenhaus.Die Finanzen stehen nicht günstig; 19. Dcc. 1874betrug die Staatsschuld 22,908,000 Will. Doll.Religion: Methodisten, Baptisten».Presbyterianerbilden die Mehrzahl; von den übrigen Secten hattennur die Christianer Bedeutung. Das Volksschnlwe-sen ist in T. noch sehr mangelhaft. An höheren Un-terrichtsanstalten besitzt T. 16, außerdem mehrereHandelsschulen.
Das Gebiet des Staates T. war ursprünglich indem 1664 von Karl II. für NCarolina ertheiltenFreibrief mit eingeschlossen. 1784 trat NCarolinadas Gebiet an das Generalgouvernement der Ber-einigten Staaten ab, widerrief jedoch diesen Act,worauf die Bevölkerung sich als8tabo okl?ranlclanck(Franklinia) für unabhängig erklärte n. eine eigeneRegierung wählte. 1790 trat NCarolina das Ge-biet definitiv an die Bundesregierung ab n. 1796wurde T. in die Union ausgenommen. Am Kriegegegen England von 1812 nahm T. lebhaften An-theil. Im Separatistenkriege (1861) erklärte sich T.nur vorübergehend u. theilweise für die Conföderir-ten Staaten, war aber 1862 u. 1863 mehrfach derSchauplatz blutiger Kämpfe. Schroot.
Tennstedt, Stadt im Kreise Langensalza despreuß. Regbez. Erfurt, an der Scham'bach; Amts-gericht, Hospital, Papierfabrik, Bierbrauerei, Acker-bau, Viehzucht; 1875: 2762 Ew. — In der NäheSchwefelquellen mit wenig benutzter Badeanstalt.T. ist Geburtsort des Philologen Ernesti. Die Stadtwar ehemals befestigt u. wurde während des 30jäh-rigen Krieges mehrmals geplündert u. theilweise inAsche gelegt.
Tennyson, Alfred, einer der vorzüglichsten neu-ern engl. Lyriker, geb. 1809 in Somerby (Lincoln-shire), studirte in Cambridge u. trat schon 1830,nachdem er 1827 anonym mit seinem Bruder Char-les die kovins ob lnvo brobüvrs hatte erscheinenlassen, allein n. selbständig mit einer Gedichtsamm-lung, i?oönis oliioüz- IMeal, hervor, die so wenigals die 1833 folgende bei der Kritik Anklang fand,da ihnen bei aller Phantasie, Originalität u. gutemVersbau Natürlichkeit der Sprache, Bestimmtheitin der Charakterisirnng fehlte. Erst eine abermaligeSammlung 1842 fand wegen ihrer unleugbarenSchönheiten Anerkennung u. rasch aufeinander neueAuflagen, indem das Publikum nun seinen Fehlernso wenig Beachtung schenkte, als früher seinen Vor-zügen. Es folgten nun Mrs prinasss, a msckls^1847, das sorgfältigst ausgewählte Werk, dann Ininsmoriam 1851, Todtenklage über den Verlustseines Freundes, Arthur Hallam, des Sohnes desGeschichtschreibers (deutsch von Waldmüller, 2. A.,Hamb. 1877), Nov. 1850 ernannte ihn dieKöniginVictoria zum ?c>vt lanrsato u. als solcher verfaßteer die Ode aus den Tod des Herzogs von Welling-ton 1852, eine Cantate zur Eröffnung der Industrie-ausstellung 1863, ein 'Wslvomo bo Llsxanära, beider Hochzeit des Prinzen von Wales rc. 1855 er-schienen Äanck anck obllsr Noeins, 1858 die IckMsok tiw Lang; (deutsch von W. Scholz, Berl. 1867,von Feldman», 2. A. Hamb. 1872), an die sich als