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Tenor — Tephillin.
Ergänzung 1869 noch ein zweiter RomanzencyclusTiro Sol)' 6raU schloß. 1864 erschien Unoeb.4räen,deutsch von Rob. Waldmüller, 12. A. Hamb. 1878,u. 1866 kam eine Auswahl aus seinen sämmtlichenGedichten. In neuerer Zeit versuchte der seit 1869auf dem Lande bei Petersfield (Hampshire) lebendeDichter sich auch auf dem dramatischen Gebiet mittzuoonNnr)'u. Sarolä. Seine gesammelten Werke,Lond. 1877, 12 Bde. u. in Tauchnitzs Collection;Freiligrath übersetzte die besten Dichtungen in: Eng-lische Gedichte aus neuererZeit, Stuttg.1846; Hertz-berg, Dess. 1854, u. Strodtmann, Hildbgh. 1867,geben auch Ausgewähltes in Uebersetzung. — Vonseinem Bruder FrederickT. ist ein Band GedichteSa)'8 anfl ironrs, Lond. 1854, erschienen, der sehrgünstige Aufnahme fand.
Tenor (lat.), der ununterbrochene Lauf einerSache; Haltung, Inhalt (einesGesetzes, Schreibens,Dokumentes rc.).
Tenor (ital.), 1) in den mehrstimmigen Sätzendes alten Contrapunkts der gegebene feststehende Ge-sang — eantns ürinno — gegen welchen die übri-gen Stimmen discanlisirten. Er bildete im vierstim-migen Satze die zweittiefstc Stimme. Daher: 3) diehohe Männerstimme, im Umfange von o bis a, selbst« 2 - Man unterscheidet den lyrischen T. mit wei-cherer, in der Höhe leicht ansprechender Stimme, bes.für empfindungsvolle sangliche Partien (z. B. DonOctavio, Belmonte, Lyonel u. v.a.). und den Hei-de n - T. mit einer kräftigen männlichen Stimme, bes.für heroische, dramatische Partien (z. B. Taunhäuser,Masaniello, Robert, Raoul u. a.). Der T-buffo,zweiter T., wirkt wie im Sopran die Soubrette, inder komischen Oper. Siebeiirock.
Tenorhorn, chromatisches T., Tenorflügel-horn, ein Ventilblechinstrument, besitzt den chroma-tischen Umfang von bis vg und wird im Tenor-schlüssel notirt.
Tenorschlüssel (Tenorzeichen), s. Noten 4).
Tenos (a. G.), 1) eine der kykladischen Inseln,südlich von Andres u. nördlich von Delos, früherHydrussa genannt, war sehr fruchtbar u. hatte nichtunbedeutende Seemacht; die Insel selbst heißt nochTeno od. Tinos (s. d.); 2) Stadt auf T., außerhalbderselben war ein Tempel des Poseidon.
Tenotomie (Tenontotomie, v. Gr.), Sehnen-schnitt, die Dnrchschneidung von Sehnen, wird ge-macht, um theils anhaltende Contracturen derselbenu.daraushervorgegangeneVerkrümmungenderGlie-der theils krampshafte u. vorübergehendeZusammen-ziehungen zu beseitigen. Während man früher beiderAusführung die Haut u. Sehne einfach durchschnitt u.dann durch Eiterung heilen ließ, führte Stromeycr(1831) u. nach ihm bes. Dieffeubach die heute alleinnoch geübte subcutaue Methode ein, durch welche dieEiterung vermieden u. eine dehnbare Narbe erhal-ten wird. Man bedient sich zur T. eines spitzen,sichelförmigen Messers, des Tenotoms. Dasselbewird neben der Sehne durch die Haut gestochen u.nach Dnrchschneidung der ersteren unter Schonungder Haut aus der Einstichöffnung wieder herausge-zogen. Die T. wird hauptsächlich ausgesührt an derAchillessehnebeim Klumpfuß u. am mnsaulus storno-«lsiäomastoiäons beim Schiefhals, seltener an eini-gen Oberschenkelmuskeln. Blumberg.
Tension (v. lat. lensio), Spannung.
Tenson, s. Teirzone.
Isntsoüla (lat.), Fühlwerkzeuge, Fühler.
Tentamcn, so v. w. Examen, bes. vorläufigePrüfung der Kenntnisse Jemands.
lenke (franz.),Zelt; t. ä'ndri Schutzzelt, Lagerzelt,Obdach.
lentoemm (lat.), Zelt. T. des Cerebellums,so v. w. Gehirnzelt, s. u. Gehirnhäute.
Tenne (franz.), Haltung, Führung; Anstand;Kleidung; sn Zranäs t., im Paradeanzug, in Gala.
lenuis (lat.), dünn. Daher Denn« intsetinum,der Dünndarm. Lennso, die scharfen (harten) Mit-laute p, t, k, s. u. Laute.
Isnuto (Mus.), abgek.isn., so v. w. gehalten, ge-tragen.
Tenzone, bensos, oontsnsos, altprovenzalischesStreitgedicht, in dem zwei oder mehr Personen übereinen Gegenstand mit Beibehaltung derselben Reimeu. der Strophenform stritten. Diejenigen T-n, in Le-nen der eine derVerfasser dem andern zwei Sätze zurAuswahl vorlegte und den von dem Gegner auf-genommenen bekäinpfte, hießen joes partits (franz.jsu-parti) oder pnrbimsns. Stritten mehr als zweiPersonen, so hieß die T.tornsinmsns. Verfaßt wur-den die T-u von mehreren Dichtern, doch gibt esauch solche, in denen der Verfasser mit einem Thieroder leblosen Wesen dispntirt. Bisweilen wurde dieStreitfrage Damen oder Rittern zur Entscheidungvorgelegt (Liebeshöfe). Die T-n behandeln die Liebeod. dienen dazu, persönliche Angelegenheiten durch-zufechten,und bekunden Vorliebe für spitzfindige Dia-lektik, für plumpe Späße u. ungehörige Persönlich-keiten, Mangel an sittlichem Ernst u. wenig Feinheitu. Witz. Die T-n finden sich auch in anderen Litera-turen des Mittelalters. Vgl. Prov. Lit. Volch-rt.
Teokalli, die Tempel der alten Mejicaner.
Teos (a. Geogr.), Stadt in Jonien, zum Joni-schen Bunde gehörig und lebhaften Handel treibend.T. ist Vaterstadt des Dichters Maos, des SophistenProtagoras und des Historikers Hekatäos. Bei derUnterwerfung Jemens durch die Perser (546 v. Ehr.)wandten sich die Teier nach Thrakien und gründetenhier Abdera.
Teoteuctli (d. i. göttlicher Herr) u. Huciteo-quixqui (d. h. großer Priester), die beiden Ober-priester in Mejico.
Teotihuacan, Dorf im mejican. FöderativstaateMejico, ungef. 4000 Ew. In der Nähe die Ueber-bleibsel aztekischer Alterthümer (Tempelpyramiden,der Sonne u. dem Monde geweiht rc.).
Teotk (d. h. Gott), höchster Gott der Mejicaner.
Teohaniqni (mejican. Myth.), Gemahlin desHuitzilopochtli; sie geleitete die Seelen der in Ver-theidigung der Götter gefallenen Krieger in das Hausder Sonne u. verwandelte sie daselbst in Kolibris.
Tepe (türk.), Gipsel, Spitze.
Tephillin (Denk-Gebet-Riemen, Phylakterien),ein Stirnband u. eine Armbinde. Inden Kapseln anStirn u. linkem Arme sind vier auf das Gebot der T.bezügliche Stellen der Bibel (2. B.M. 13,1—10; 13,11—16;5.B.M.6,4—9 u. 11,13—21) geschrieben.Die Kapseln sind mit Riemen versehen u. werden beimMorgengebete an Werktagen an Stirne u. linkemArme befestigt; die einzelnen Vorschriften darüberwerden als von Moses an mündlich überliefert an-gegeben. S. Talmud Menachoth 35. Die T. sind