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Tenaillirtrs System — Tenedos.
auch Carnot vertheidigt die Tenailleform, s. Be-festigungsmanier. Im Bastionärtrace wird die Gra-benscheere auch I. genannt. Sie dient zur niederenGrabenbestreichung u. zum Schutz der Conrtine ge-gen direktes Breschiren. Sie liegt vor der Courtine,ist wie der Hanptwall revetirt, bildet meist einenmehr od. weniger ausspringenden Winkel, od. aucheine bastionirte Front. In neueren Befestigungenwerden I-n nicht mehr angewandt. l.
Tenaillirtes System, s. Tenaille u. Besestig-ungsmanier.
lonaillons (franz.), kleine Anßenwerke, zur Deck-ung der Ravelinfacen, welche Vauban nach Marchibei seinen ersten Festungen anbrachte.
Tenakel (Bnchdr.), Borrichtung, mittels welcherder Setzer das Manuskript an dem Schriftkasten be-festigt hat. Sie besteht aus dem eigentlichen T.,einer Art Pult, und einer Scheere (Divisorium),welche das Manuskript an derselben festhält.
Tenasserim, 1) eine der 3 Provinzen von Bri-tisch-Birma, das Küstenland nördlich von der Halb-insel Malakka, von vielen Küstenflüffen durchzogen,theils gebirgig, theils fruchtbarer Alluvialboden,noch wenig angebaut (mit Reis und Baumwolle).Den Hauptreichthum des Landes bilden die nochunangegriffenen Kohlen- u. Eisenlager n. die uner-meßlichen Wälder, die verschiedensten Bäume (Teak,Bambus, Jak u. a.) enthaltend. T. zerfällt in dieDistr. Tungu, Shwegyen,Amherst, Tavoiu.Mergniu. umfaßt 121,026 s^sikm mit 600,727Einw., meistTalaing und Karen; Hauptort ist Amherst, Hafcn-ort Molmein. 1826 wurde es von Birma an Eng-land abgetreten. 2) Alte Hauptstadt des Landes,am gleichnam., bis hierher für kleinere Schiffe fahr-baren Flusse; jetzt Versalien. Thicl-mmm.
Tenbnry, Marktstadt in der engl. GrafschaftWorcester, am Lerne, Eisenbahnstation; Hopfeubau,Bereitung von Äpfel- n. Birnenwein; 1210 Ew.
Tenby, Stadt in der Grafschaft Pembroke desengl. Fürstenthums Wales, malerisch gelegen an derCaermarthenbai; literarisches Institut, Theater,Fischfang, besuchtes Seebad; 1871: 3810EW.— T.war früher stark befestigt u. ist von Blämen besie-delt worden.
Teuer, Stadt im Arr. Dssengianx des französ.Dep. Hante-Loire, am Lignon; Hospiz, Hengstedc-pot, Fabrikation von Spitzen, Blonden, Seide, Hü-ten u. Papier; 1876: 1120 Ew. (Gern. 4736).
Tcncin, Claudine Alexandrine Guerin,Marquise von T., sranz. Schriftstellerin, geb. 1681in Grenoble, Nonne in Montfleury bei Grenoble,Kanonissin in Neuville bei Lyon, wurde auf Ver-wendung Fontenelles 1714 vom Papst von ihremGelübde losgesprochcn, ging viele Liaisons ein, bes.um ihren Bruder eniporzubringen, und hatte n. A.einen Sohn, d'Alembert, von dem Chevalier Dcs-touches-Canon. Dabei ließ sie sich in unaufhörlicheJntrignerr ein, bereicherte sich bei dem LawschenSchwindel n. vertheidigte die Bulle Unigenitus mitgroßer Heftigkeit. Als indessen eine ihrer Jntriguenunglücklich ablief u. sie 1726 angeklagt worden war,den Rath La Fresnaye, der sich bei ihr erschossenhatte, ermordet zu haben, änderte sie ihre Lebens-weise und begnügte sich, die hervorragendsten ihrerZeitgenossen in ihrem Salon zu versammeln. Siest. 4. Dec. 1740. Man hat von ihr Romane in der
Weise der Frau v. Lafayette u. in einer an das 17.Jahrh. erinnernden Sprache; sie bekunden viel Ele-ganz, Geschmack, Phantasie u. Leidenschaft; der besteist: Usmoirss cku aomts cko OommiuMS, 1735;1,88 mallisnrs äs I'amonr, 1747; Iw sisAs äs 6a-lais, 1739; ^.vooäotss äs la sour st äu rsZusä'Läonarä II, roi ä'^.v§Istorrs, vollendet von FrauElie de Beaumont. Ihre 6orrs8pouäaues mit ih-rem Bruder wurde 1790 (von de la Borde) u. ihreIwbtrss an äns äs Rieirslisn 1806 veröffentlicht.Ihre Werke sind oft mit denen der Frau v. Lafayettehcransgeg. worden, z. V. Par. 1786. Vgl. Bar-thelemy,Usm. 8sorsts8 äs Ums äs M, 179lb Volchert.
Tencteri, s. Tenkterer.
Tenda, so v. w. Collc di Tenda.
Tendelty (jetzt meist Fascher gen.), Hauptstadtin Darfor, Residenz des von Aegypten abhängigenSultans, in weitem, vom Wadi et Ko durchflossenemThalkessel gelegen, hat etwa 2000 zerstreut liegendeHäuser u. 12—15,000 Ew. Industrie nicht unbe-deutend (Gerbereien, Spinnereien, Webereien, Fär-bereien rc.), der Gartenbau steht auf recht hoherStufe; ausgedehnter Handel mit Straußenfedern,Elfenbein, Gummi, Häuten, Kupfer; wichtiger S:a-tionspnnkt für die Karawanen. Limite.
Tendentiös (v. Lat.), nach einem bestimmtenZweck hin gerichtet.
Tendenz (v. Lat.), Richtung des Gemüths aufeinen gewissen Zweck, Absicht, in welcher man etwassagt od. thnt. Daher T-proceß, parteiisch gegen po-litische od. kirchliche rc. Mißliebige; T-roman, einRoman, welcher eincchestimmte Lehre aus der Politik,Religion u. Kunst, in Romanform eingekleidet, ein-znprägen strebt.
Tender, 1) eine Art kleiner Schiffe für den De-peschendienst; 2) s. Lokomotive, S. 302, 1. Sp.
leinlo (lat.), Flechse; I'. LeläUis, Achillessehne.
Tendrao, so v. w. Weichstacheliger Borstenigel.
TeneÜrionen,ll?sllodrisiriäasLec«esi (Schatten-käfer, Schwarzkäfer), Fam. der nngleichzehigen Kä-ser, mit 5glievrigen Vorder- ».Mittel- u. mit4glie-drigenHintertarsen. Fühler meist llgliedrig, Augenvorn ausgebuchtct, Oberkiefer kurz u. kräftig. Hinter-flügel oft verkümmert. Färbung meist schwarz oderdunkel. Die langen, schmalen, hornigen Larveil habenmeist 2 Hornfortsätze am letzten Hinierleibssegmente.Sehr verbreitete Familie mit etwa 400 Gattungenund 6—7000 Arten. Sehr bekannt sind der Mehl-käfer (Isusbrio), Todtenkäfer (klaps) u. a.
Tenedos, 1) Insel im Ägäischen Meer, zumtürkischen Ejalet Dschesairi gehörig, an der Küste vonTroas gelegen, besonders berühmt durch Wein undTöpserwaaren. Sie heißt jetzt Tenedo (Bogdscha-Adassi bei den Türken), ist hügelig, sehr fruchtbarund wohl angebaut, liefert besonders guten Weinund hat röthlichen Marmor; etwa 6—7000 Einw.,Griechen u. Türken. 2) Stadt, im Alterthnm mit2 Häfen u. einem Tempel des Apollo Sminthens;jetzt mit Hasen, ist Sitz des Kaimakams u. eines grie-chischen Bischofs; etwa 2500 Ew. — Die Insel hießanfangs Lenkophrys (die Weißgipfelige); den Na-men T. soll sie von Tenncs (s. d.) erhalten haben.Wichtig war T., wie noch jetzt, weil bei ihr vorbeidie Straße in das Schwarze Meer führte; weil dieDardanellen damals nicht immer zu passiren waren,hatte Jnstinian daselbst ein Getreidemagazin anlegeu
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