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der andern Seite hin abgelenkt werden. Diese Ablenk-ungen, oder in ähnlicher Weise durch Elektromagnetehervorgebrachtc Bewegungen werden selbst n. nnmit-telbar zu einem Alphabete gruppirt. Die Nadel-T-en sind nach Einrichlung u. Bedienung sehr ein-fach, dabei doch ziemlich leistungsfähig; sie erfordernzu ihrem Betriebe nur schwache Ströme. 1) DerNadel-T. von Steinheil in München (1836)besah als Stromquelle eine magnetoelektrische In-duktionsmaschine nach Clarkescher Einrichtung; durchdiese Maschine konnte der Telegraphist zu jeder Zeitbequem nach Bedarf einen positiven od. negativenStrom in die Leitung senden. Der Zeichsnsmpfän-ger enthielt in einer Mnltiplicationsspule, Fig.21, zwei um vertikale Achsen leicht drehbare Mag-netstäbchen, »8, welche an den beiden sich zngc-wandten Enden von entgegengesetzter Polarität jedermit einem messingenen Fortsatz versehen waren, mitdiesem ans der Spule herausragten u. hier ein klei-nes, mit schwarzer Flüssigkeit gefülltes Gefäß trugen;Lurch einen positiven Strom wurde der eine, durcheinen negativen der andere Magnetstab so abgelenkt,daß das Gefäß mit einer hohlen spitze an seinemEnde gegen einen durch ein Triebwerk stetig an denSpitzen vorbeigcsnhrten Papierstreisen anschlng undans diesem einen schwarzen Punkt machte. Das Zn«rückgehen derStäbchen in ihre Ruhelage wurde durchzwei andere feststehende Magnete (Nichtmagnele, issu. 8) bewirkt, während ein paar Vorsprünge es denStäbchen unmöglich machten, sich in entgegengesetzterRichtung über ihre Ruhelage hinaus zu bewegen.Sollte der T. hörbare Zeichen geben, so wurden anStelle der Schreibgesäße zwei kleine Hämmerchenan den beiden Magnetstäben an deren anderen Ewden angebracht und schlugen an zwei verschieden ge-stimmte Glöckchen an. Die telegraphischen Elemen-tarzeichen der Steinheil-Schrift sind also Punkte inzwei verschiedenen Zeilen; ans ihnen gruppirte Stein-heil zu 1—4 Zeichen folgende 30 Zeichen für die
Buchstaben u. Ziffern: 4 8 0 n. L v »
k 6 m 9 » 6» 80» I 8 » » o'ü.O
? 8 "8 'i? »u'.V 4V 2 'l 2 3
4 5 6 7 8. Beim Telegraphiren
wurde zwischen je zwei Buchstaben eine kleine, zwi-schen je zwei Wörtern eine etwas größere Pansegemacht. 2) Die Nadel-T-en von Wheat-stone u. Cooke in London waren in England, wodie Patentrechte die Anwendung anderer T-en ziem-lich ganz ansschlossen, anfPrivat-T-enu.Eisenbahu-liniensonstfastalleininGebranch. an) Der einfacheRadel-T. bedarf bei Benutzung der Erdleitung nureiner Drahlleitnng; sein Empfänger enthält nur eineNadel, n. zwar eine astatische Doppelnadcl (s. d.),welche dem Einfluß des Erdmagnetismus nicht uu-terworsen ist. Zu diesem, einem stehenden Galvano-skop gleichenden Empfänger tritt als Sender einSchlüssel oder Commntator, dessen Griff ans demGehäuse, in welchem sich der Multiplikator mit derNadel befindet, versteht und in seiner Ruhestellungden ankommeiiden Summen, nachdem sie den Mul-tiplikator durchlaufen haben, einen Weg zur Erdeeröffnet, ohne selbst einen Strom in die Leitung zu
schicken. Dreht man den Griff nach rechts, so kommtder positive Batteriepol mit dem Multiplikator undder Linie, der negative Pol mit der Erde in Verbind-ung; der dabei entsendete Strom lenkt die Nadel aufder gebenden u. empfangenden Station gleichzeitignach rechts ab. Dreht man dagegen den Griff nachlinks, so kommt der positive Pol mit der Erde,der negative Pol dagegen mit dem Multiplikator inVerbindung u. die Batterie ist jetzt so geschlossen, daßder Strom nach entgegengesetzter Richtung die Mul-tiplikatoren durchfließt, mithin einen Ausschlag nachlinks bewirkt. Die Buchstaben werden durch Grup-pen von ein bis vier Nadelablenkungen bezeichnet,weshalb das Telegraphiren mit diesem Apparatetwas zeitraubend ist. bb) Der Doppel uadel-T.hat in einem Gehäuse zwei astatische Nadeln mit zu-gehörigen Multiplikatoren n. Schlüsseln, mithin auchdoppelte Drahtleitung, n. gestattet wegen der Ver-mehrung der möglichen Elementarzeichen eine Ver-einfachung aller daraus combinirten Signale undSteigerung der Geschwindigkeit (etwa 17 Wörter in1 Minute), ist aber der doppelten Leitung wegenkostspieliger. 3) Auf den Linien der British andJrishMagneticTelegraph Company in Großbritan-nien war ein DoppelnaLel-T. in Gebrauch, welchermit Magneto-Jndnctionsströmen arbeitete; die ur-sprünglichen derartigen, 1848 von Heulet) u. Försterconstruirten Apparate wurden von den GebrüdernBright wesentlich verbessert. 4) Der 1843 pateutirteNadel-T. von Alexander Bain in Edinbnrgunterscheidet sich von Len vorhergehenden bes. da-durch, daß die Windungen des Multiplikators nichtparallel einer Magnetnadel, sondern senkrecht zu denzu bewegenden Magneten laufen. Die letzteren ha-ben zu dem Ende die Gestalt zweier halbkreisförmigerStahlmagneie, welche sich ihre gleichnamigen Poleinnerhalb ans Holzspulen gewundener Multiplicator-rollcn zuwenden n. durch eine,um eine vertikale Achsedrehbare Mcssingstauge zu einem ganzen Kreise ver-bunden sind. Läuft durch die Drahtrollen ein positi-ver oder negativer Strom, so dreht sich der Kreis-magnet in der einen oder anderen Richtung, n. einmit ihm verbundener Zeiger weist nach rechts oderlinks. Auch der Commntator war bei diesem T. an-ders eingerichtet, als der von Wheatstone. DieserNadel-T. war ans mehreren Bahnen Englands inGebrauch. Der Mechanikus Ekling in Wien fügtezu diesem T. zwei Glöckchen, u. » 2 , Fig. 22 n.23, von verschiedener Stimmung, an welche der Zei-ger 2 anschlägt, wenn dis Spulen 8^ n. 8? die halb-kreisförmigen Magnete »1 n. LI? in sich hineinzieheu.Ekling gab dem Commntator zwei horizontale Tasten,u. 4'-,, Fig. 24, welche abwechselnd niederzndrückensind, wenn man positive od. negative Ströme in dieLeitung senden will; es ist dazu der negative Pol derBatterie 8, Fig. 25, über > mit den Arbeitscontac-tcn 1, der positive Pol mir den Ruhekontakten 3 derTasten, die Leitung !c mit der Achse 2 der Taste I.,die Erde u mit der Achse 2 der Taste V verbunden.Endlich vermehrte Ekling auch die Elementarzeichen,indem er die Ablenkungen nach links u. rechts nochin kurze u. lange unterschied; so konnte er alle Buch-staben u. Ziffern Lurch je zwei Bewegungen telegra»phiren, während Bain deren bis zu vier brauchte.In dieser Gestalt war der T. etwa bis 1357 auf denösterreichischen Staatsbahnen in Gebrauch. 5) Var-