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ley ersetzte 1866 in seinem T-en die MagnetnadelnLurch einen hufeisenförmig gebogenen Stab ausweichem Eisen n. magnetisirte denselben durch zweiaußerhalb der Spule aufgestellte kräftige Stabmag-nete. Er entzog so seinen T. einer bleibenden Ein-wirkung der atmosphärischen Elektricität, welche nichtselten die Nadeln ent- od. ummagnetisirt. 6) lieberThomsons Spiegelgalvanoskop s. v s oo).
k) Die Zeiger-T-en waren früher in Deutsch-land u. Frankreich bes. als Eisenbahn-T-n sehr ver-breitet und sind znm Theil erst in der allcrnenestenZeit von dem Morseschen T. verdrängt worden.Das charakteristische Merkmal dieser T-en'liegt darin,Laß die im Empfänger hervorgebrachten Bewegun-gen nicht unmittelbar zu einem Alphabete gruppirt,sondern in andere Bewegungen umgesetzt u. zweck-mäßig an einander gereiht werden, so daß man ausder schließlichen Stellung beweglicher Theilc gegenunbewegliche mit einem Blicke das telegraphirteZeichen ablesen kann. Am häufigsten werden dieBuchstaben, Ziffern und sonstigen Zeichen auf einerScheibe im Kreise herum verzeichnet u. durch dieWirkung des elektrischen Stromes ein im Mittel-punkts der Scheibe angebrachter Zeiger schrittweiseauf der Scheibe fortbewegt, bis er endlich vor demzu telegraphirenden Zeichen stehen bleibt. Der er-sten Versuche von Cooke (1836) wurde schon obengedacht; ebenso des Davyschen T°en, in welchem einElektromagnet durch seine Wirkung auf eine Hemm-ung eine durch ein Gewicht getriebene Walze schritt-weiseinBewegnngsetzte, während nach jedemSchritteder Strom einer Hilssbattccie an sechs verschiedenenStellen durch ein mit Jovkalinm getränktes, auf derWalze liegendes Papier geführt werden konnte. Umdie Ausbildung der Zeiger-T-en haben sich mehrereEngländer, z. B. Wheatstone, Mapple u. Brown,Highton, Nott, Barlow, Henley u. Tycr, von denFranzosen, besonders Breguet, Digncy, Garnieru.Froment, unter den Belgiern namentlich Glösenern. Lippens u. viele Deutsche, so William Fardely inMannheim, Leonhardt in Berlin, Drescher in Kassel,StöhrerinLeipzig, Kramerin Nordhansen, Siemensii. Halske in Berlin Verdienste erworben. Früherhielt man die Zeiger-T-en, obwol sie ziemlich lang-sam arbeiten (in einer Minute 20—40 Buchstaben)n. keine bleibenden Zeichen geben, für viele Zweckedoch sehr brauchbar, weil sie dis verlangten Buch-staben unmittelbar ablesen lassen n. daher zu ihrerHandhabung einen weit geringeren Grad geistigeru. technischer Befähigung erfordern. Jetzt ist ihreVerwendung so ziemlich auf ihre Benutzung alsFenerwehr-T-en (s. d.), Hans-T-en (s. L.) u. fürähnliche Zwecke beschränkt. Gerade hierbei aber sinddie Magnetinductions-Zeiger-T-en wegen ihrer grö-ßeren Bequemlichkeit den mit galvanischen Batterienarbeitenden Zeiger-T-cn vorznziehen. Die Genauig-keit des Telegraphisten wird wesentlich größer, wennnach jedem Zeichen sich der umlanfende Zeiger vonselbst wieder aus den Ausgangspunkt (das Z-) ein-stellt, weil dann ein bei einem Zeichen vorgekommenerFehler sich nicht auch auf dis nachfolgenden fortpflan-zen u. auch diese fälschen kann. Doch Pflegt man aufdiesen Vortheil zu verzichten, um die mechanischeEinrichtung der T-en einfacher Hallen zu können.1) Der im Herbst 1839 erfundene, 21. Jan. 1840patentirte Zeig er-T. vonWheatstonen. Cooke
bedurfte 3 Drähte. Der Zeiger des Empfängers saßauf der Achse eines von einem Gewicht getriebenenSteigrades, in dessen Zähne 2 Elektromagnet?, durchdie der Strom abwechselnd geführt wurde, abwech-selnd die beiden Lappen einer Hemmung einlegtenund so den Zeiger zur schrittweisen Bewegung überder feststehenden Buchstabenscheibe nöthigten. DerZeichengeber enthielt eine mit denselben Zeichen wiedie Buchstabenscheibe des Empfängers beschriebeneMessiugscheibe (Schließnngsrad), welche an ihremUmfangs mit vorstehenden Rippen versehen war;bei der Umdrehung kamen die Rippen der mit demeinen Batteriepol verbundenen Scheibe der Reihenach mit der einen oder andern von zwei Schleif-federn in Berührung u. entsandten so den Strom indie erste oder zweite Leitung, durch den ersten oderzweiten Elektromagnet; die dritte Leitung führte stetsden Strom zum andern Batteriepole zurück. Sorückte der Zeiger nach u. nach bis auf das zu tele-graphirende Zeichen. Einen der 3 Leiter u. die zu-gehörige Schieiffeder machten Wheatstone n. Cookevei einem gleichzeitig mit patentirten T-en entbehrlich,indem sie die Wirkung des zweiten Elektromagnetsdurch eine Abreißfcder ansllben ließen; sie stecktendabei die Buchstabenscheibe des Empfängers auf dieSteigradachse, so daß bei deren schrittweiser Dreh-ung durch die Stromschließnngen u. Unterbrechungendie Buchstaben der Reihe nach in einem Fenster sicht-bar wurden. Bei Benutzung der Erde zur Rückleit-nng des Stroms würde bei diesem Zeiger-T-en bloseine Leitung nöthig sein. Gleichzeitig ließen sichWheatstone u. Cooke auch einen T-en ohneTriebwerkmitpatentiren,dessen Steigrad nebst Buchstabenscheibeunmittelbar durch den Anker des Elektromagnetesunter Mitwirkung einer Abreißfeder bewegt wurde.2) Fard ely (l843) schloß u. unterbrach den Stromauch durch ein Schließungsrad, das mittels einesSpeichenrades umgedreht wurde, u. benutzte den zueiner Gabel geformten, durch den Elektromagnet u.eine Abreißfeder auf u. nieder bewegten Ankerhebelals Hemmung für das auf der Zeigerachse sitzendeSteigrad. 3) Der franz. Staats-T. von Bre-guet (1845) ahmte die Zeichen des Chappeschen T.(s. oben IV L a) nach, weil die bei diesem ver-wendeten Telegraphisten sofort an dem neuen T.Dienst thun sollten. Der Empfänger enthielt in eineinKästchen zwei Uhrwerke, deren jedes einen Zeigerauf der Außenseite des Kästchens sprungweise um je45° fortbewegte, so oft sich durch die Anziehungeines Elektromagnetes und durch die Wirkung einerFeder die Hemmung vor od. zurück bewegte. Wenneins der möglichen 64 Zeichen in Verbindung miteinem der andern 63 gebraucht wurde, um anzn-denten, daß das letztere nicht in horizontaler, sondernin vertikaler Lage zu lesen sei, so erhielt man noch 64Zeichen. Der Zeichengeber cnthieltzweiSchließungs-räder, deren jedes bei einer vollen Umdrehung vier-mal einen Strom in die zu ihm gehörige der beidenLeitungen sendete u. viermal denselben wieder unter-brach. Aus ihm entwickelte sich 4) der 1849 erfun-dene, 1850 patentirte franz. Eise nb ahn-T. vonBreguet (Fig. 26). Sein Empfänger enthält einenElektromagnet, dessen Anker L. (Fig. 27) sich durchdie Anziehung bei der Stromgebung u. die WirkungeinerAbreißfedsr mndieAchfe OO hin n. her dreht u.sich dabei abwechselnd milden Lappen a, n. o vor die