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Telegraph.
singgehäuse in dem Fußbreit 8; oberhalb des Theil-krcises bewegt sich ein ans die Nadelachse anfgestcckterZeiger 2; mittels des Hebels Ir läßt sich die Nadel,z. B. während des Transportes, gegen den Glas-deckel drücken n. so arretircn. In Deutschland sindvorwiegend stehende Galvanoskope im Gebrauche,deren Nadel sich um eine horizontale Achse dreht,e) Der Wecker ist eine Vorrichtung, Lurch welcheman bei Stadel-, Zeiger- u. chemischen T°en durchhörbare Zeichen auf den Beginn des Telegraphireusaufmerksam macht. Die ersten Wecker haben, wor-auf in der Einleitung schon hingewiescn wurde, Voigtund Sömmerring angegeben. Die jetzt benutzienWecker sind elektrische Klingeln (s. u. Haustelegraph),theils mit einfachem Schlag (wie der von Wheat-stone1837vorgeschlageneWecker),theilsRasselwecker,die bald mit Selbstunterbrechung, bald mitSelbstaus-schluß, d, h. Herstellung einer Nebenschließung durchden angezogeneu Ankerhebel arbeiten. Beim Telc-graphiren mit Wechselströmen (s. unten) kann man,nach Stöhrers Vorgänge, einen Magnet über od.zwischen den Polen eines von den Wechselströmendurchlaufenen Elcktromagnetes so anbringen, daß erbald von diesem, bald von jenem Pol angezogen,dadurch in schwingende Bewegung versetzt wird u. da-bei selbst gegen die Glocke schlägt, od. wie Lin Fig. 16bei seiuemHin- u. Hergänge zwischen den Polschnhenp, u. pz des Elektromagnets LIM? einen Klöppel !eabwechselnd die Glocken 0, u. 6^ treffen läßt. Beiden T-cn, welche hörbare Zeichen geben, sind Weckermeist entbehrlich. Während des Telegraphirens selbstwird der Wecker aus der Leitung aüsgeschaltet. ä)Die Blitzableiter für die T-en sollen theils dieLeitung, theils die T-enapparate u. Beamten gegendieEinslüsse der atmosphärischenElektricität schützen;diese bestehen theils darin, daß der Draht u. die den-selben tragenden Stangen (oft 20 u. noch mehr zu-gleich) durch den Blitz getroffen, zersplittert u. zer-rissen werden; theils darin, daß die vertheilendeWirkung vorübcrziehender Gewitter, od. der mit je-der Entladung der Wolken durch den Blitz verknüpfteRückschlag, oder der verschiedene elektrische Zustandder LnstanverschiedenenPunktenderLeitung Strömein dem Draht verursachen, welche einen unregelmä-ßigen Gang der Apparate zur Folge haben, in den-selben den Mnltiplicatordraht schmelzen und so dieApparate zerstören, ja selbst die Beamten verletzen.Der den Betrieb der T-en störende Einfluß der Ge-witter u. überhaupt der atmosphärischen Elektricitätläßt sich kaum beseitigen; dagegen schützt man sichgegen Zerstörungen durch Blitzableiter, welche theilsan den Tragsäulen zum Schutz der Leitung, theilsim Apparatzimmcr zum Schutz der Apparate ange-bracht werden. Die Blitzableiter für T-en wurden1846 erfunden, und zwar vier verschiedene zugleich,von Steinheil in Deutschland, Hightou in England,Bregnct in Frankreich n. Neid in NAmerika. Diedurch atmosphärische Einflüsse in dem Drahte erregteElektricität besitzt eine weil bedeutendere Spannung,als die von Batterien gelieferte. Sie wird daher lie-ber als Funken von einem Punkte der Leitung zueinem Lurch eine sehr Lünne Lustschicht von ihm ge-trennten Punkte der Erdleitung oder auch der T-en-leitung überspringen, als auf dem Umwege durcheinen langen, dünnen Draht ebendahin gehen, wäh-rend die galvanische Len langen Draht durchläuft.
Breguet verband die Apparate mit der Leitung durcheinen sehr dünnen Draht, welcher durch die atmo-sphärische Elektricität (vgl. Galvanismus 6 a 1)abgeschmolzen wurde, bevor sie in die Apparate ein-treten konnte. James Neid in Philadelphia wandteeinen Elektromagnet an, durch welchen sich jederstärkere atmosphärische Strom, ganz wie in einerKlin-gel mit Selbstnnterbrechung (s. unt. Hanstelegraph)den Weg nach den Apparaten abbrach. Den Stein-heilschen Blitzableiter wandelte Meißner in Brann-schweig in die Blitzplatten um; bei diesen wird derLeitungsdraht, ehe er in die Windungen der Elektro-magnete cintritt, an eine Metallplatte geführt, wel-cher durch eine sehr dünne Luftschicht getrennt, einezweite gegenübersteht, auf welche die atmosphärischeElektricität überspringt, um von ihr ans durch dieErdleitung (s. 8) zur Erde zu gelangen. HightonsBlitzableiter war den Blitzplatten im Princip ganzähnlich. Die jetzt gebräuchlichen Blitzableiter sindtheils Spitzenablciter, theils Blitzplatten; bei erste-ren stehen den stellbaren Spitzen (oder kreisförmi-gen L>chneiden) in dem mit der Erde verbundenenStänder 0 , Fig. 17, die Spitzen in den Ständern Lu. L' gegenüber, an welche die Leitung geführt wirdn. von denen ans die Telegraphirströme nur durchdie feinen Drähte IV u. siV' zu den Ständern 8 n.8' u. durch die zwischen den Klemmen jS u. ,1' ein-geschalteten Apparate gelangen können. Fig. 18 zeigtdie Form, in welcher Siemens u. Halste dis Blitz-platten für eine größere Anzahl von Linien seit 1871ausführen; ans der isolirendeu Ebonitplatte i liegen4 auf der Oberseite geriefte Platten 84, IL, 8g u. 84,an deren Schrauben 8 die 4 Linien zu führen sind,während von ähnlichen Schrauben an ihrer Rück-seite Drähte nach Len Apparaten weiter laufen; ingeringem Abstande über Len Platten 8 liegt derquer geriefte, mittels des Knopfes Labhebbare, guß-eiserne Deckel 8 aus dem gußeisernen Gestelle 8, anwelches bei 8 die Erdleitung gelegt ist. s) DasRelais (Übertrager). Bei sehr laugen Linien istder durch dis Leitung gesendete Strom der gewöhn-lichen Batterien oft nicht kräftig genug, um deutlicheZeichen im Empfänger hervorznbringen. Dann läßtman, wie es Wheatstone zuerst (1837) bei seinemWecker that, diese Zeichen nicht durch die aus derLeitung ankommendenStröme dersog.Telegraphir-,Linien-od. Leitungsbatterie,sondern durch den Stromeiner Localbatterie hervorbriugcn unter Bermii-telung eines Relais; letzteres enthält einen Elektro-magnet, Lessen Anker an einem sehr leichten Hebelsitzt. Die Localbatterie besteht aus nur wenigen gro-ßen Elementen, da ihr Strom nur eine verhältuiß-mäßig knrzeLeitung ans dickem Draht durchläuft. Dieälteste, jetzt noch viel gebrauchte Form, das Schwa-nenhals-Relais, ist in Fig. 19 abgebildet; sein Elek-tromagnet 8 ist mit Len Spulenenden 0.0 in dieLinie eingeschaltet; der um p drehbare Ankerhebel88' wird Lurch die mittels der Schraube l> regulir-bare Abreißfeder k für gewöhnlich an die Rnhestell-schraube 0 angedrüctt, die an ihrer Spitze mit einerElfenbeinplatte belegt ist und deshalb dem Stromekeinen Weg von e nach 88' bietet; macht der durch8 gehende Linienstrom Len Elektromagnet 8 seinenAnker L anziehen, so legt sich 88' auf die ganz me-tallene Conlactschraube s u. schließt so zwischen denSchrauben v n. er über 8, s, 88', f, §, 8 den Lo-