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Bd. 17 (1879) Stichlinge - Vacanz
Entstehung
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welche dann nicht (wie jeneinFig. 7 n) an die Holz-säule angeschranbt, sondern aus eine Eisenstütze ge-kittetwird. Bei Linien,welche einegrößereAnzahlvonDrähten auf den nämlichen Tragsäulen liegen ha-ben, bringt man auf den Säulen in Abständen vonetwa 750 IN Spannvorrichtungen anu. spanntLurch diese die Drähte entsprechend an, damit sie sichnicht dehnen, schlaff herabhängen, einander berührenn. so das Telegraphiren stören. In Deutschlandwandten schon Weber (1833) und Steinheil (1837)Luftleitungen an, in England erst Coole (1841). b)Unterirdische Leitung. Erst nach vielen Versu-chen mit Glasröhren (Jacobi in Petersburg), mitKantschukbändern (Wheatstone), mit gefirnißterBaumwolle in Bleiröhren (in Amerika Morse) rc.gelang es unterirdische Leitungen genügend zu isoli-ren, n. zwar durch Gutta Percha, welche 1846 derpreußische Arlillerielieutenant W. Siemens zu ver-wenden vorschlug. Die unter Siemens Leitung von184750 ab in Preußen mit einem Aufwande von1140 Thlr für die Meile gebauten unterirdischenLinien von 400 Meilen Länge versagten jedoch, weilder Gutta Percha Schwefel beigcmischt war, bald denDienst. Ähnlich die in Sachsen, Österreich rc. her-gestellten Linien. Seit jener Zeit wurden unterir-dische Linien fast nur in Städten gelegt; außerdemkamen Kabel in den Tnneln der Eisenbahnen, beider Feldtelegraphie zur Verwendung. Bei der Pa-riser Stadtleitnng hat man 1855 die Drähte in einBett von Asphalt gelegt u. so isolirt; in Wien legteman sie in Ccmcnt in Kanäle aus Manerzieg.ln;in Berlin legte man Gntta-Perchadrähte in 6 Zollweite eiserne Röhren, in England in Holzrinnen od.Röhren von Gußeisen od. Steingut. Nachdem dieKabelfabrikation, die ihren Hanptsitz in England hat,Lurch die Erfahrungen an unterseeischen Leitungen,sich ungemein vervollkommnet hatte, glaubte manin Deutschland unter derVerwaltung des Geueralpost-Meisters Stephan (s. d.) 1876 wieder znm Ban vonunterirdischen Linien schreiten zu dürfen u. hat bisjetzt solche von Berlin bis Kiel u. bis Metz bezw.Straßburg hergestellt, n. es sollen in dieses Netz allewichtigen Festungen u. Handelsplätze hineingezogenwerden. Das Kabel enthält 7 Litzen (Adern), derenjede aus 7 Knpferdrähten znsammengedreht ist, ineiner aus 2 Lagen bestehenden Gutta-Perchahülle;Liese Seele ist mit getheertem Hanf umsponnen n.darüber mit 16 verzinkten, 4 mm dicken Eisendräh-ten bewickelt. Beim Versenken, theils schon bei derFabrikation erhielt das Kabel noch einen Asphalt-überzug aus eingedicktem creosvtsreien L-teiukohlen-theer. Zur leichten Aufsuchung schadhafter Stellenlegt man meist in gewissen Abständen besondere Un-tersnchungsbrunnen an, in denen man bequem zurLeitung gelangen ka»n.o)Die UnterseeifcheLeit-nng wirdzwischcnüdnrch Meere, Seenod.Flüsse ge-trennten Stationen auf den Grund der Gewässer ge-legt. Zuerstversuchten Sömmerringn.Schilling. 1839Ö'Shaughenessy in Hindostan T-enleilnngen durchWasser zu legen. Darauf planten 1840 Wheatstonedie Verbindung vonDoveru. Calais, l843Morse dievonAmerikamitEnropa. Flnßkabelwurdeu 1845vonCoruell durch deuHndsou, 1848 von Siemens durchden Rhein gelegt. Eine unterseeische Leitung wurdezuerst in England Ende Nov. 1846 im Hafen vonPortsmouth nach der Insel Wight ansgelcgt; 1849

telegraphirte Walker versuchsweise im Hasen znFolkstone ans einem 2 Seemeilen laugen, in dasMeer versenkten Kabel. Die 1850 in den Kanälenvon Venedig u. Triest versenkten, mit vulkanisirterGutta Percha isolirten Kabel hatten keine Dauer.Jac. Brett n. Wollaston legten 28. Ang. 1850 vonDover nach Cap Gris Nez bei Calais mittels blei-erner Klampen einen 6 deutsche Meilen langen, mitGutta Percha überzogeneuKupferdraht, welchen dieWellen schon nach wenigen Stunden am felsigen lkferbei Cap Gris Rez dnrchscheuert hatten, obwohl dieKüstenendeu durch Bleiröhren geschützt waren. Anseiner Statt fertigten Newall u. Co. in ihrer Sei-lerwaarensabrik in Gateshead aus 4 von der GuttaPercha Company in London mit einer doppelten,starken Hülle von Gntta-Percha umgebenen Knpfer-ürähten u. einer Zwischenlags von getheertem Hanfein Tau von 25 mm u. umwickelten es mit getheer-ten Hanfstricken u. auf einer von Fenwick dazu ge-bauten Maschine fest mit 10 verzinkten 8 mm dickenEisendrähten. Vom 25.28. Sept. 185 t wurde die-ses 0,n m dicke, jetzt noch dienstfähige Riesentau von7 Meilen Länge, 180 Tonnen Gewicht, zwischenSouth Foreland u. Saaugate (eine Meile südl. vonCalais), von Wollaston u. Crampton ins Meer ver-senkt. Rasch folgten weitere n. bald größere Unter-nehmungen; so 1852 zwischen England (Holyhead)und Irland (Dublin); in Amerika zwischen demVorgebirge Tormentine (Neu-Braunschweig) undCarlton Head (Prinz Edward-Insel); 1853 zwischenEngland n. Belgien (Middelkerke bei Ostende) undHolland, zwischen Fühnen n. Seeland u. Jütland,sowie eine 2. zwischen England (Port Patrick) undIrland (Donaghadee); 1854 zwischen Seeland n.Schweden, zwischen Corfica u. Italien (Spezzia beiGenua) u. Sardinien, aber die Verbindung dieserJusel mit der afrikanischen Küste bei Bona mißlangzweimal (1855 n. 1856) u. wurde erst 1857 glücklichvollendet. Ebenfalls 1857 wurde Sardinien mitMalta n. Corfn durch ein Tan verbunden, welches154 Meilen lang ist u. mit Einschluß der Apparate125,000 Sterl. kostete. War hiermit der Weg nachOstindien angebahnt, so wagte man sich von ande-rer Seite jetzt auch an die Ausführung einer Ver-bindung Amerikas mit Europa; 1856 bildete sichwesentlich durch die Bemühungen des AmerikanersCyrus Field eine Gesellschaft u. am 6. Äug. 1857begann die Legung des Taues von der Balentia-Bai an der WKüste Irlands ans, aber am 11.Ang. riß das Tan in einer Entfernung von 70 Mei-len von der Küste. Im August 1858 wiederholteu. vollendete man die Legung von der Mitte desOceans aus mit 2 Schiffen, ein wirkliches Telegra-phiren war nur etwa 14 Tage lang möglich. Umnicht etwa bei einem 3. Versucheden hohen Aufwandfür das 475 geogr. Meilen lange Kabel abermalsganz aufs Spiel zu setzen, schlug man nun verschie-dene andere Wege zur Verbindung der beiden Erd-theile vor, unter Berührung von zwischenliegendenInseln oder längeren Landstrecken. Trotzdem wur-den 1865 n. 1866 die beiden ersten u. seitdem nochmehrere Kabel quer durch den atlantischen Oceangelegt u. diese arbeiten zn vollster Zufriedenheit.Bis Ende 1861 waren 2479 geographische MeilenKabel inSMeerversenkt, aber kaum noch 650 dienst-fähig. 'Nach der neuesten Zusamnienstellnugwerden