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Bd. 17 (1879) Stichlinge - Vacanz
Entstehung
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Telegraph.

Magneto-elektrische Maschinen u. Jndnction ci)geliefert werden, da diese im Gebranch wesentlich be-quemer sind, als die Voltainbnctoren (vgl. Jnduc-tion A. a). Unter den galvanischen Elementen sindfür die eigentliche Telegraphie mir die constanten(s. Galvanismus D b) brauchbar, u. zwar werdenvon diesen jetzt fast ausschließlich die Daniellschcn u.ihre Abarten, namentlich die Meidingerschen benutzt.Wo im Telegraphiren längere Pausen eintreten, wiez. B. bei den Hanstelegraphen (s. d.) sind auch Ele-mente zulässig, welche in geringerem Grade konstantsind, z. B. die von Leclanche, welche in einem Glaseeinen Zinkcylinder in concentrirter Salmiaklösungu. eine Thonzelle enthalten, worin eine Kohlenplattcin einem Gemische ans Kohle n. Braunstein in gro-ben Stücken steht. Sehr verbreitet ist namentlich dasin Fig. 4 abgebildete Meidingersche Ballonelement,bei welchem der Poldraht L an den im oberen Theildes größeren Glases stehendenZinkring, der (isolirte)Poldraht ie an das Kupferblech in dem kleineren Glasegenietet ist n. der Vorrath von Knpfervitriolstückensich in dem nmgestürzten.das große Glas oben schlie-ßenden, nnten mit einem Stöpsel mit Glasröhrchenverschlossenen Ballon enthalten ist.

L) Die T-enleitnng besteht aus Kupfer- oderEisendraht. Sie bildet bei kleineren T-enanlageneine in sich znrücklanfende Schleife, welche von demZeichengeber der gebenden Stationnach der empfan-genden, in dieser dnrch den Empfänger u. zur ge-benden Station zurücklänft. Bei großen Anlagendagegen tritt der feuchte Erdboden an Stelle derRllckleitnng; es wird dann zwischen beiden Statio-nen nur ein Draht gespannt u. in beiden hinter denApparaten dnrch einen dicken Draht (Erdleitung)nach einer entsprechend großen, in die feuchte Erdeeingegrabenen Metallplatte (Erdplatte) u. somit zurErde selbst weitergeführt. Der Erdboden läßt sichdabei als eine Leitung zwar von sehrgeringer Leitungs-fähigkeit, dafür aber von sehr großem Querschnitteansehen, oder auch als ein Behälter von nahezuunermeßlicher Größe, welcher die von den beidenErdplatten in ihn übertretende positive u. negativeElektricitäl ansnimmt ohne jede merkliche Erhöhungseiner elektrischen Spannung. Die Leitung muß aufihrer ganzen Länge möglichst vollständig gegen dieErde isolirt sein, damit nicht der Strom ganz odertheilweise zur Erde gelangt, bevor er den Empfän-ger durchlaufen hat; befinden sich zu viele Neben-schließnngen, d. h. Stellen, wo einzelne Zweigedes Linienstromes zur Erde gelangen können, aneiner Leitung, so wird der nach üerEmpfangsstationkommende Strvmzweigzu schwach, um deutliche Zei-chen hervorzubringen. Die Leitung wird am ein-fachsten u. billigsten über der Erde hingefuhrt. Willman sie absichtlichen Beschädigungen Lurch Men-schenhände und den Zerstörungen dnrch elementareNaturkräfte entziehen, zugleich auch die Betriebs-störungen umgehen, welche die Befestigung einergroßen Zahl von Drähten auf den nämlichen Stan-gen unvermeidlich im Gefolge hat, so führt man dieLeitung unterirdisch; dabei, u. wenn man die Leit-ung durchs Wasser führen muß, erhält der Drahtaußer der isolirenden Hülle noch eine Schutzhülle,u. diese wie auch die umgebende Feuchtigkeit bildendann mit der Leitung eine Leydnsr Flasche (s. Eiek-tricität IV); infolge Lessen treten in solchen Leitun-

gen,dicman T-enkabel od. T-entaus (T-enseile)nennt, gewisse (von Werner Siemens 1847 zuerstbeobachtete u. richtig gedeutete) Ladungs- u. Entla-dungserscheinnngen aus, welche das Telegraphirenauf diesen Kabel wesentlich erschweren und verlang-samen, auch zu abweichender Einrichtung der zu be-nutzenden Apparate nöthigen (vgl. D s oo). a) Dieoberirdische Luft-. Stangenleitung. Frü-her stellte man sie, da Kupfer die Elektricität 6malbesser leitet als Eisen ans Knpferdcaht von 2 mmDicke her, von welchemsin Ctr. SO60 Thlr. kosteteu. 56 Ctr. zneiner Leitung von einer Meile Längeuöthig waren. Gegenwärtig benutzt man fast nurEisendrahtvon 3S mmDicke, wovoneiuCtr. 78Thlr. kostet u. etwa 20 Ctr. ans eine Meile nöthigsind. Der Eisendraht gestattet wegen seiner größe-ren Dicke u. Festigkeit größere Spannweiten voneinem Unterstützungspunkte zum andern; gegen dasRosten schützt man ihn durch Verzinken, was 23Thlr. für einen Ctr. kostet, od. durch j'tberstrsichenmit Asphaltlack, was H Thlr. für einen Crr. kostet;einfacher u. doch sehr gut zieht man den ansgeglnh-ten Draht blos durch heißes Leinöl. Wo man sehrgroße Spannweiten nehmen muß, verwendet mauStahldraht, od. auch Drahtseile. Auch Kupferstahl-draht (oompormck rvirs) ist vortheilhast, da dessenStahlseele größere Festigkeit u. die Kupferhütte dar-um ein größeres Leitnngsvermögen gewährleistet.Die Enden der einzelnen Drahtstücke, woraus dieLeitung hergestellt wird, werden meist um einanderherumgewunden u. mit Bindedraht umbunden oderznsammengelöthet, od. man befestigt beide Enden ineinem Metallmnffe od. einer Metallklemme. ZurUnterstützung der Drähte benutzt man vorwiegendhölzerne Tragsäulen, in Abständen von 3060 m,ihre obere Stärke wechselt zwischen 75150 mm,ihre Höhe zwischen 510 m; sie stehen mindestens1 m tief in der Erde; zum Schutz gegen Feuchtig-keit n. Fäulniß werden sie unten verkohlt od. miteiner Mischung von Asphalt n. Steintohlentheer be-strichen od. mit Kupfervitriol, Chlörzink, od. Theer-öleu imprägnirt. Hölzerne Tragsäulen nebst Aus-rüstung kosten etwa ISO200 Thlr. auf eine Meile.Tragsäulen aus Stein, aus Eisen od. aus Stein u.Eisen sind viel ihenrer. Lebende Bäume lassen sichnicht gut als Träger für T-enleitnngen benutzen,da sie im Winde zu sehr hin u. her schwanken. InStädten befestigt man die Leitungen meist auf eiser-nen Stützen an od. auf den Häusern. Zwischen Leit-ung u. Säule kommt ein isoürenderKörper, welcherbei keiner Witterung über n. über naß werden darf;die nasse Säule würde sonst den Strom zur Erde ab-leiten. Man wählt dazu gewöhnlich einen glocken-förmigen Körper (Isolator) ans Glas, Porzellan od.Steingut, den man auf die Tragstangen selbst od.auf daran befestigte kurze Eijenstützcn aufkittet; derDraht wird dabei um den Isolator herumgewickelt,od. in eine Rinne des Isolators gelegt u. festgebun-Len wie es Fig. 5 zeigt. Noch besser u. bes. gegen imInnern der Glocke sich infolge der Wärmeausstrahl-ung niederschlagenden Nebel schützen die Doppel-glocken, Fig. 6. Oft kittet man die Porzellanglockenä, Fig. 7a, in gußeiserne Glocken a b ein, um sie sobesser gegsnBeschädigung zu sichern; Len Draht hängtman in den eingekittcten Träger e ein od. legt ihn,wie in Fig 7b., in eine Rinne, der eisernen Glocke,