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Bd. 17 (1879) Stichlinge - Vacanz
Entstehung
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16 Stockholm.

Studiums in Gebweiler und Straßburg eine großeFertigkeit auf verschiedenen Instrumenten (Klavier,Orgel, Violine, Violoncello, sogar Pauke) ungeeignethatte. Znseiner förmlichen Ausbildung kam es 1845,wo er Schüler des Conservatoriums in Paris, dannManuel Garcias in London wurde. Dort betrat er1848 in der Italienischen Oper erstmals die Bühne,wirkte aber in der Folge hauptsächlich als Oratorien-und Liedersänger, wie als Gesanglehrcr; war 1862bis 1869 Dirigent der Philharmonischen Concerten. der Singakademie in Hamburg, lebte von 1869bis 1874 als württembergischer Kammersänger inStuttgart, ging 1874 als Dirigent des SternschenGesangvereins nach Berlin u. in letzter Zeit (1878)als Gesangprofessor des Hochschen Conservatoriumsnach Frankfurt a. M. S. ist einer jener Künstler,deren Hauptaugenmerk auf durchgeistigten Vortrag,deutliche und schöne Textaussprache gerichtet ist; ergilt namentlich als Schubert- und Schnmannsängerfür unübertroffen. Er schr.: Das Sängeralphabetoder die Sprachelemente als Stimmbildungsmittel,Signale 1872, Nr. 34 n. sf. Si-benrock.

Stockholm, I) Län in Schweden, grenzt im O.n. SO. an die Ostsee, übrigens an die Län Söder-manland oder Nhköping u. Upsala, von letzteremgetrennt durch die lange, gegen N. ins Land schnei-dende Mälarbucht; begreift OUpland od. Roslagenu, OSödermanland oder Södertön; 7756,2 Uslcm(140,g !HM) mit (1876) 138,354 Ew. (ans 1 H)km17,g, in ganz Schweden 10). Die Ostsee n. derMälar bilden zahlreiche Buchten n. Busen u. ent-halten eben so zahllose Inseln u. Scheeren, zwischendenen gewöhnlich tiefe, aber mit Klippen erfüllteKanäle sich hindurch winden. Diese Inseln, sowieauch die Landschaften an der Ostsee n. am Mälar,sind bergig u. bewaldet; das Innere ist ebener u.hat fruchtbaren Boden. Die Zahl der Landseen istgroß, doch ist keiner derselben bedeutend. Eisenbah-nen: zusammen 136 km. Hauptbeschäftigungen sindAckerbau und Viehzucht, Waldwirthschaft, Bergbau(des. aus Eisen), Schifffahrt, Handel n. Fischerei.Upland ist das älteste Kulturland Schwedens; vonseiner uralten Cultnr zeugen n. a. zahlreiche Runen-steine. 3) Haupt- u. Residenzstadt des KönigreichsSchiveden, eine eigene Oberstatthalterschaft bildend,liegt am Ausfluß des Mälarsees in die Ostsee, welchehier viele tiese Buchten u. Inseln bildet, theils aufFelseneilanden (Holmen), theils auf dem Festlande,u. ist Station der Schwed. Staats- u. der S.-We-steräs-Köping-Eisenbahn, deren 3 km auseinandergelegene Bahnhöfe durch eine die Stadt dnrchschnei-dende Verbindungsbahn mit einander in Communi-cation gesetzt sind. S. besteht aus 5 Hauptgruppen,nämlich: a) Staden od. die eigentliche Stadt, aufeiner Insel im Mittelpunkte des Ganzen, wozu auchnoch die kleinen Inseln Riddarholm n. Helgeands-holm (Ritter- u. Heiligengeistinsel) gerechnet wer-den; d) Norrmalm (Nordvorstadt) im N., durchdie aus Granitquadern erbaute, über den Helgeands-holm u. die beiden Arme des Nordstromes zwischenMälar u. Salzsee führende, ans 9 Bogen beste-hende u. 124 in lange Nordbrllcke mit der Stadt u.durch eine 1861 fertig gewordene eiserne Brücke mitdem Skeppsholm (Schifssinsel) verbunden, von wonach Kastellholm, auf dem so wie ans Skeppsholmsich die Marineetablissements befinden, eine hölzerne

Brücke führt; o) Kungsholm (Königsinsel) im W.von Norrmalm, mit demselben durch zwei hölzerneBrücken verbunden; ck) L a d u g ä rd s la n d e t(Meier-eiland) im NO. von Norrmalm, mit demselben zu-sammen hängend u. die Kasernen enthaltend, durcheine eiserne Brücke mit der dazu gehörigen Thier-gartenstadt verbunden; s) Södermalm (Slldvor-stadt) im S., mit der eigentlichen Stadt durch zweiZugbrücken und mit den beiden Mälarinseln Lang-holmen (mit einer Straf- u. Besserungsanstalt) undReimersholmen durch Brücken verbunden. Im O.der Stadt, zwischen Södermalm u. Ladugardslandet,zu beiden Seiten des Schiffs- u. Kastellholmes, bil-det die Salzsee den tiefen, geräumigen, sicheren u.bequemen Hasen, zu welchem jedoch die Einfahrtbeschwerlich ist, indem dieselbe sich über zehn Meilenweit durch die vorgelagerten Inseln und Scheerenhindurchwindet. Da jedoch diese Einfahrt jährlichetwa fünf Monate lang durch Eis gesperrt wird, soist die Anlage eines äußeren Hafens unweit desGutes Nynäs, etwa 50 km von S., projectirt, wel-cher durch eine Eisenbahn mit der Stadt verbundenwerden soll. An der Westseite der Stadt, zwischenSödermalm u. Kungsholm ist der inselreiche Mälar,welcher ebenfalls einen vortrefflichen Hafen bildet u.im N. der eigentlichen Stadt zu beiden Seiten derHeiligengeistinsel durch den kleinen n. großen Nord-strom sein Wasser mit der Ostsee milcht. Die Stadthat 302 Straßen u. Gassen u. 32 öffentliche Plätze.Die Häuser sind im Allgemeinen solide u. massivaus Steinen gebaut; viele haben mit eisernen Plattengedeckte Dächer. Das Ufer der Salzsee an der ei-gentlichen Stadt, sowie der größte Theil des Mälar-ufers n. am Blasiiholm ist mit einem Quai von be-hauenem Granit eingefaßt, welcher sich auch jenseitder Nordbrücke am Norrmalm noch fortsetzt u. denHafen begrenzt. Längs demselben an der Salzseein der eigentlichen Stadt zieht die breite Hafenstraßeod. Schiffbrücke, welche jedoch eher den Namen einesPlatzes, als den einer Stadt verdient, hin, an derWestseite besetzt mit hohen, schönen Häusern (dieBank, das Pack- od. Zollhaus, das Antiqnitätenmu-seum rc.). Hier steht am Fuße des mit einem hohenObelisken von Granit geschmückten Schloßbergesauf einer künstlichen Anhöhe die Statue Gustavs III.u. auf dem zwischen dem Mälar u. der Salzsee schöngelegenen Karl Johanns - Platz die Reiterstatne vesKönigsKarl XlV.Johann. DieStraßmdereigent-lichen Stadt sind mit wenigen Ausnahmen (darunterStora Nygatan, Lilla Nygatan) eng und krumm;die schönsten Straßen besitzt Norrmalm, darunter dieRegierungsstraße (Regeringsgata), Königinstraße(Drottninggata) und deren Fortsetzung Norderzoll-straße (Norrtullgata); die schönste u. längste aus La-dugardslandet ist die Große Straße (Storgata) u.ans Södermalm die Gothen - (Göth-) u. dann dieHornsstraße. Öffentliche Plätze sind am Mälar:der Riddarhustorg (Ritterhausplatz, mit der Sta-tue Gustavs I. Wasa, von welchem westlich, mitihm durch eine kurze Brücke verbunden, der kleineRiddarholm (Ritterinsel) liegt, welcher außer der in-teressanten Riddarholms- oder Graumönchenkirche(seit 1839 Mit 90 m hohem Thurm, dessen obereHälfte ans Gußeisen besteht), in der die Königsgrnstu. die Gräber berühmter Schweden (das Oxenstier-nas, Torstenssons, Joh. Bauers rc.) sich befinden,