Stilke — Stilo.
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mittelbar oder unmittelbar, der beständige Gegen-stand der Lobgedichte Claudians, während er S-sGegner, die Minister des oström. Reiches Rnstnusu. Eutropius, scharf geißelt. Schmitz.
Stilke, 1) Hermann, Historienmaler, geb. inBerlin 29.Jan. 1803, st. das. 22. Sept. 1860; bil-dete sich zuerst an der Berliner, dann seit 1821 ander Münchener Akademie, hier u. in Düsseldorf spä-ter unter Cornelius. 1827—33 lebte S. in Italien,kehrte dann nach Düsseldorf zurück n. siedelte 1850nach Berlin über, wo er 1854 zum Titularprofessorernannt wurde. S. bekundet seinen Sinn für dasSchöne u. sorgfältige Ausführung, zeigt aber wenigEnergie u. noch weniger Originalität. Werke: Fres-ken in den Münchener Hofgarten-Arkaden, Wand-bilder im Schlosse Stolzenfels, im königl., Schlossezu Berlin, im Schauspielhaus in Dessau, Ölbilder:Die Macht der Kreuzfahrer; St. Georg mit demEngel; Pilger in der Wüste; Die Jungfrau von Or-leans; Die letzten Christen in Syrien; Die SöhneEduards (jene im Königsberger, diese im BerlinerNationalmuseum); Tristan u. Isolde; Die Amazo»nen;Judith u.Holofernes. 2)Hermine,desVor.Gattin, geborene Peipers, geb. 1808, st. 23. Mai1869 in Berlin, malte mit Geschmack u. sein poeti-schem SinneBlumen,Früchterc.inWasserfarben, in-dem sie die Blumenmalerei zur symbolisch-schmücken-den Begleiterin von Schrift u. Wort umzugestaltensuchte. Ihre Albums n. Albumblättcr geistlichen u.weltlichen Inhaltes, zu der sie außer Blatt u. Blume,Frucht u. Arabeske selbst das landschaftliche Elementin sinniger Weise verwendete, sindsehrgesncht. Regnet.
Stille Mcffe (Privatmesse), jene Messe, bei wel-cher in der alten Kirche der Unterricht wegblieb, derPriester allein das Abendmahl empfing u. statt derGemeinde ein einziger Altargehilfe (Meßdiener) anden liturgischen Verrichtungen theilnahm. DieserAct wurde später dann täglich u. im Angesichte desversammelten Volkes verrichtet.
Stillen der Kinder, s. Säugen.
Stiller Kompagnon, stiller Gesellschafter, s.Handelsgesellschaften ck).
Stiller Freitag, so v. w. Charsreitag.
Stiller Ocean (Stilles Meer, Südsee), so v. w.Großer Ocean.
Stille Woche, so v. w. Charwoche.
Stillfried-Rattonitz (Ratenicz), ein ursprüng-lich aus Böhmen von dem Herzog Stoymir (d. h.Stillfried) von Przemysl, welcher Ende des 9. Jahrh.lebte, herstammendes Geschlecht, welches sich nachÖsterreich wandte, wo es die Burg S. an der Marchinnehatte, u. von da im 14. Jahrh. zum Theil nachSchlesien kam. Es wurde 1680 in den Frciherrn-stand u. in einigen Linien 1792 in den Reichs- und1794 u. 1861 in den preußischen Grasenstand erho-ben. Aus der Preußischen u. zwar Jüngeren gräfl.Linie stammt Graf Rudolf Maria Bernhard,Sohn des 1846 verstorbenen Freiherrn KarlJgnaz,geb. 14.Aug. 1804, wurde 1858 zu Lissabon zumGranden 1. Klasse von Portugal mit dem Titel einesGrafen von Alcantara ernannt, 1859 in dieser Würdevon Preußen bestätigt u. 1861 in den prenß. Gra-fenstand erhoben; er ist prenß. WirklicherüIeheimerRath, Oberburghanptmann des Schlosses Hohen-zollern, Oberceremonienmeister und Ceremonien-meister des Ordens vom Schwarzen Adler, Mitglied
der Generalordenscommission, Vorstand des königl.Heroldsamtes u. Hausarchivs u. Mitglied der Aka-demie der Wissenschaften. Er gab heraus: Alter-thümer n. Knnstdenkmale des Hauses Hohenzollern,Stuttg. (die späteren Hefte) Bert. 1838—43,5 Hefte,Neue Folge, Berl. 1853 ff.; Genealog. Geschichteder Burggrafen von Nürnberg, Görlitz 1843; Llo-numsnts 2o1Igrs.ua. (Urkundenbnch zur Geschichtedes Hauses Hohenzollern), Halle (die späteren Bde.)Berl. 1843—62, 7 Bde.; Der Schwanenorden, seinUrsprung u. Zweck, Halle 1845; Preußens Monar-chen (7 Lithographien mit Text), Berl. 1847; Bei-träge zur Geschichte des Schlesischen Adels, ebd.1860; Das Haus Hohenzollern, ebd. 1871; DieKrönung des Königs Wilhelm -c., ebd. 1872; Dieältesten Grabstätten des Hauses Hohenzollern, ebd.1874; Friedrich Wilhelm III. u. seine Söhne, ebd.1874; Die Titel u. Wappen des prenß. Königshau-ses, histor. erläutert (mit Abbild.), ebd. 1875; Klo-ster Heilsbronn, ebd. 1877. «-Mi.*
Stillgericht, so v. w. Fehmgerichte.
8ti»,'ngia L., Pflanzengatt, aus der Fam. Luplror-biaess.s - Hippomansao (XXI. 8.); 8. ssblksrs.MieLw. (Talgbaum), kleiner, ästiger, in China hei-mischer u. bes. in den Thälern von Chusan häufigvorkommender Baum, mit glatten, langgespitzten,rautenförmig-eiförmigen Blättern, gelben, tranben-ständigen Blllthen, dreieckigen, holzigen Samenkap-seln, die 3 Samen in ein weißes, dem Walrath ähn-liches Fett eingehüllt enthalten, das ans den Früchtendurch Stoßen u. Erhitzung mittelsDampf ausgeschie-den u. zur Bereitung von Kerzen benutzt wird. Engl-r.
Stillleben (franz. nsturs morde, ital. rixoso),ein Gemälde, welches leblose Gegenstände in künst-lerisch arrangirter Zusammenstellung zur Darstell-ung bringt. Im weiteren Sinne gehören also auchdas Frucht- u. Blumenstück dazu, im engeren da-gegen beschränkt sich Sie Darstellung gewöhnlich auftodtes Wild, alte Bücher, Antiquitäten, wie alteKrüge, Muscheln, Sanduhren, Todtenköpfe u. dgl.Zuweilen wird solchen Zusammenstellungen noch da-durch eine gewisse Bedeutung verliehen, daß einlebender Mensch — aber nur als Staffage — hin-zugefügt wird, so ein Eremit in seiner Höhle, die mitallem möglichen Kram ansgestattet ist, ein Gelehrterin seinem Stndirzimmer, ein Antiquitätenkrämer rc.Das S. wurde zuerst u. in ausgedehntestem Maßevon den Holländern cultivirt, namentlich zeichnetensich aus de Heem, Snyders, I. Fyt, Weenix u. A.;in neuerer Zeit ragen hervor Preyer, Hoguet, Leh-nen in Deutschland, Rousseau in Frankreich u. A.Das S. ist in der Reihe der verschiedenen Gattungender Malerei die niedrigste, weil es sich auf Darstell-ung der bloßen Realität beschränkt; sein künstlerischerWerth beruht daher, abgesehen von der technischenMeisterschaft in der Wiedergabe treuester Naturwirk-lichkeit , hauptsächlich in der reizvollen Anordnungder Details n. dem schönenGesammtcolorit. Schasler.
Stilllvatcr, Hauptort des Washington Countyim Nordamerika». Unionsstaat Minnesota, am St.Croix; Eisenbahnknotenpunkt, bedeutender Holzhan-del u. Bergbau auf Kupfer; 4124 Ew. (1870).
Stilo , Stadt in der ital. Prov. Reggio di Cala-bria, am Stillaro; Weinbau,Seidenzucht;2684Ew.Das gleichnam. Vorgebirge schließt südl. den Golfvon Squillace.