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Ueber Wahrscheinlichkeitsrechnung : Vortrag, gehalten im Lese-Verein zu Tarnowitz am 17. Februar 1879
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Die in diesem, wie in so manchem andern Beispiel gefundeneUebereinstimmung darf nicht nur als die schönste Bestätigungder durch die Theorie der kleinsten Quadrate erhaltenen Resultate,sondern überhaupt als ein Beweis für die Richtigkeit der in derWahrscheinlichkeitsrechnung benutzten Prinzipien betiachtet werdenMit Hülfe dieser Methode, welche hauptsächlich auf astro-nomische Beobachtungen angewendet wird, erreichten die Be-stimmungen für die Bewegungen der Gestirne einen außerordent-lichen Grad der Schärfe. Wenn es der Wissenschaft einesAdams und Leverrier's möglich geworden ist, aus den geringenStörungen, welche der Planet Uranus zeigte, aus den geringenAbweichungen, um welche er sich bei seinem Laufe von der be-rechneten Bahn entfernte, mehrere bestimmende Elemente einesbis dahin von keinem Sterblichen beachteten Planeten zu ent-decken und der Beobachtung den Ort am Himmel anzugeben,wo sich das bis dahin nur geistig erkannte Gestirn auch demkörperlichen Auge zeigte, wenn es dem Menschen gelungen ist,in dieser Umfassung den Gedanken der Schöpfung zu erkennen,hat er der Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht zumMindesten diesen Erfolg zu danken. Ja, diese Methode derBeobachtung macht es uns sogar durch Rückschlüsse auf die Naturder auftretenden Fehler möglich, Erfahrungen über die Wirkungs-weise unserer Sinne zu ermitteln. Unsere Theorie lehrt, dieAbweichungen, welche sich in den Beobachtungsfehlern aussprechen,»ach der Größe ihrer Zahlenwerthe in gewisse Gruppen zerlegen.Falls diese Gruppen bedeutend von der durch die Theorie derWahrscheinlichkeit geforderten Ausdehnung abweichen, liegt einAnzeichen vor, daß außer zufälligen Einflüssen sich andere, welche»ach bestimmter Regel wirken, geltend machen. In der zweitenHälfte des vorigen Jahrhunderts mußte ein Assistent der Stern-warte zu Greenwich entlassen werden, weil derselbe so bedeutende

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