„Äatan biete dem Glücke die Hand!" lauten die sich oftwiederholenden Lockungen zur Betheiligung an Lotterien undanderen Glückspielen, und Tausende lassen sich durch derartigeAufforderungen verleiten, die Gelegenheit zum Wagniß zu be-nutzen, ohne daß sie sich genügend klar machen, ob die Aussichteneines Gewinnes und der Genuß der mit dem Spiel verbundenenAufregung den Einsatz lohnt. Jeder hofft, daß ihm die Glücks-göttin günstig sein werde, Alles harrt mit banger Erwartungihrer Spenden, um dann in den überwiegend meisten Fällen inden Hoffnungen getäuscht zu werden.
Es ist wahr, ohne Wahl, ohne Billigkeit vertheilt derglückliche Zufall seine Gaben; aber sollte derselbe jeder Regelspotten und es nicht möglich sein, wenigstens einen Schluß überdas Angemessene des Einsatzes in einem bekannten Spiele zugewinnen?
Um diese Frage zu beantworten und um überhaupt be-stimmte Anhaltspunkte für die Beurtheilung der bei Glückspielenauftretenden Möglichkeiten zu gewinnen, wollen wir von derBetrachtung eines sehr einfachen und in ganz Deutschland be-kannten Lottospiels ausgehen. In vielen Wirthshäusern sind die
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