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Geschick wichtigen Ereignissen, als reine Willkür, die, losgelöstvon der Außenwelt, ohne Rücksicht auf diese sein Wirken be-stimmt. Die häufigere Wiederholung solchen Willens kennzeichnetden Wahnsinn. Der sogenannte freie Willen des normalenMenschen tritt vielmehr nur als die Befngniß aus, zwischen ver-schiedenen Möglichkeiten eine Wahl zu treffen. Möglich sindviele Wahlen, aber deshalb ist nicht für jede derselben gleiche Wahr-scheinlichkeit vorhanden. Diese wird durch die mehr oder wenigerscharfe Abwägung aller für und wider einen Entschluß sprechen-den Folgen, durch Gewohnheit und äußere Beeinflussung bestimmtund somit die Wahrscheinlichkeit, einen oder den andern Beschlußzu fassen, eine sehr verschiedene. Wenn wir daher Massen derGesellschaft betrachten, die groß genug sind, um in denselben alleMöglichkeiten, welche auf die Fassung eines Beschlusses wirkenkönnen, vielfach anzutreffen, dürfen wir uns nickt wundern,wenn das Ergebnis; im Großen und Ganzen den Bedingungender Wahrscheinlichkeitslehre entspricht. Wenn Jemand 6000malmit einem richtigen Würfel wirst, wird er jede der Zahlen 1 bis6 etwa 1000mal erhalten. Aus dieser Regelmäßigkeit eines nurden Gesetzen der Wahrscheinlichkeit unterliegenden Spiels folgtjedoch nicht, daß der Spieler falsch, sondern umgekehrt, daß errichtig gespielt habe; und in gleicher Weise folgt aus der festen Quote,welche die Geburt, das Verbrechen, der Tod, kurz, so viele Er-scheinungen im Menschenleben zeigen, kein falsches Spiel, d. h.hier das Walten eines für den Menschen unabänderlichen, vorherbestimmenden Fatums, sondern umgekehrt das Spiel des Zufalls,die Möglichkeit der freien Wahl, welche allerdings durch äußereVerhältnisse, besonders durch die Zustände innerhalb der mensch-lichen Gesellschaft, beeinflußt und hierdurch zu einer mehr oderminder wahrscheinlichen gemacht wird.
Wie aber, wenn bei 6000 Würfen nicht jede Zahl etwa
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