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Ueber Wahrscheinlichkeitsrechnung : Vortrag, gehalten im Lese-Verein zu Tarnowitz am 17. Februar 1879
Entstehung
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24 952, oder 92 528 Combinationen, für welche die Summe derdrei jedesmal zusammengestellten Nummern gleich oder größerals 100 ist. Soll nun das geschilderte Hazardspiel als reellgelten, muß der Gewinn größer als der Einsatz sein, und zwarmuß sich verhalten:

Gewinn zu Einsatz, wie 92 528 : 24 952. Das Verhältnißder letzten Zahlen ist fast genau 3^ : 1, oder angenähert 3H: 1.Demnach muß der Gewinn 3H- mal so hoch wie der Einsatzsein, oder, da der Hausirer auch hier den Geldeinsatz des Spielers,gewöhnlich 25 Pfennige, stets einzieht, es muß der Gewinnerfür den Einsatz und den Gewinn, also im Ganzen für das 4^fachedes Einsatzes Waare erhalten. Gewöhnlich giebt der Hausirerdem Spieler sogar angeblich das Fünffache an Waare. Dasgeschilderte Spiel erscheint hiernach als ein durchaus reelles,dessen Veranstalter sogar, wenn er nicht auf seinen Verdienstan der ausgetheilten Waare rechnen könnte, mit Schaden ar-beiten würde. Aus der geführten Ueberlegung ergiebt sich aberauch, wie unwahrscheinlich es ist, bei diesem Spiele auf denersten Zug zu gewinnen, und sollte sich daher die bei Manchemso beliebte Erzählung vomglücklichen ersten Zug" häufigerwiederholen, so darf im Durchschnitt als sicher angenommenwerden, daß bei fünffacher Wiederholung jener glückliche Zufallnur einmal eingetroffen sei und sich viermal wohl im Wunschedes Spielers, nicht aber im Beschlüsse des tückischen Geschicksgefunden habe.

In vorstehender Betrachtung über die Hoffnungen, welcheein Zug bei den geschilderten Lottospielen bietet, sind bereits dieGrundlagen einer Betrachtungsweise verwerthet, welche bei Be-urtheilung aller Thatsachen ihre Verwendung findet, die scheinbargar keinen Gesetzen gehorchen, deren Wesen also durch die voll-ständige 'Willkür bedingt, nur vom Zufall abhängig zu sein

(SSI)