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Ueber das Gold : nach Vorträgen, gehalten in Godesberg zum Besten einer höheren Knabenschule und in Bonn zum Besten des Gustav-Adolph-Vereins
Entstehung
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charakteristischen tafelförmigen Berge, deren oberste, horizontaleDecke (15 bis 65 Meter mächtig) ans basaltischer Lava besteht;es sind die weitberufenen Table Mountains. So werden nundie verschiedenen Goldlagerstätteu Kaliforniens uns verständ-lich sein.

Goldführende Quarzgänge bilden die ursprüngliche Lager-stätte des Edelmetalls. Sie bilden nach v. Richthofen, welchemwir eine treffliche Schilderung der Metallproduktion Kaliforniens— Petermann's Mittheilungen, Ergäuzungsheft 14 — verdan-ken, eine schmale Zone in der Mitte des Westabfalls der SierraNevada in 1000 bis 1650 Meter Meereshöhe; das Streichen istparallel demjenigen des Gebirgs und der Küste. Ihr Complexist einer der ausgedehntesten und regelmäßigsten Gangzüge derWeit. Die Zahl der Gänge ist oft in kleinem Raume außer-ordentlich groß, dann wieder sind sie sparsamer und liegen wei-ter auseinander. Von großer Wichtigkeit für das Auftreten derGoldgänge scheint nach v. Richthofen das Vorkommen einesEruptivgesteins zu sein (Diorit, Aphanit), welches längs desWestabhangs der Sierra sehr zahlreiche gangförmige Durch-brüche in den krystallinischen Schiefern bildet. Viele der reichstenGänge treten im Contakt der Schiefer und des Eruptivgesteinsauf. Da mehrere goldführende Gänge in unmittelbarer Näheder reichen Geröll- unb Schottermasfen auftreten, so wurden siebald aufgefunden und bereits zu Anfang der 50er Jahre in Ab-bau genommen. Ihre Geschichte giebt ein lehrreiches Bild vonübertriebenen Hoffnungen und darauf folgender Enttäuschung.Man fand nahe dem Ausgehenden große Mengen Goldes undgab sich der lleberzeugung hin, daß der ganze Gangraum nachder Tiefe hin mit massivem gediegenem Gold erfüllt sein müsse;man wähnte, das Gold sei durch vulkanische Kräfte geschmolzenin die Gangspalte injicirt worden. Bald aber folgte die Eut-

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