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täuschung. Fast allgemein zeigte sich eine Abnahme des Reich-thums nach der Tiefe. Auch erwiesen sich viele Lagerstätten nurals sog. Nestergänge, Vas Edelmetall war nur an einzelnenPunkten, welche schnell abgebaut waren, concentrirt. Mehrereder wichtigsten Gruben, z. B. die berühmte Eureka-Mine (welchewährend ihres neunjährigen Betriebs Gold im Werthe von17 630 000 Mark geliefert hatte), erreichten in wenig mehr als200 Meter das Ende der Veredlungszone und wurden verlassen.Glücklicher Weise giebt es indeß manche Ausnahmen der gewöhn-lichen Regel einer Verarmung in der Tiefe, da einige Gängeeinen stets gleichen Adel in der Tiefe oder eine gleichmäßigeWiederkehr reicher Mittel zeigen. Die Goldgewinnung durchBergbau auf den Gängen beträgt etwa bis */z der ge-summten Goldproduktion des Landes. Der Rückgang des kali-fornischen Gangbergbaues auf Gold berechtigt indeß nicht zuder Annahme, daß der Goldbergbau dort keine Zukunft mehrhabe. Nach v. Richthofen sind gerade diejenigen Gänge, welcheden regelmäßigsten, wenn auch bescheidenen, Gewinn versprechen,bisher übersehen oder vernachlässigt worden. Es sind jene, vor-zugsweise mit Eisenkies erfüllten Gänge, welche dem Auge keinFreigold darbieteu, dennoch aber in einer Tonne (1000 Kgr.)geförderten Gavggesteins 40—60 Mark Gold enthalten.
Die zweite, für die kalifornische Produktion weit wichtigereGoldlagerstätte bieten die Geröll-, Schotter- und Sandablage-rungen theils pliocänen, theils noch jüngeren Alters dar. DieseWeise des Goldvorkommens bezeichnet man auch wohl mit demNamen der Seifen. Das Vorkommen des Goldes im Seifen-gebirge giebt, wie keine andere geologische Thatsache, unsererVorstellung den Maßstab bei Schätzung der Größe und desUmfangs der Denudation. Immerdar nur spärlich findet sichdas Gold im Gange und vollends verschwindet seine Menge im
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