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von Bergwerken zogen, sind außer Nahrungs- und Contributions-stand gesetzt, die Gruben aus Mangel der baulustigen Gewerkenund Arbeiter verfallen, die Industrie gehemmt, der Ackerbau ver-mindert und alles dies sind traurige Folgen des unseligen Fana-tismus und Intoleranz, die dem Herzogthum Kärnten eineWunde versetzten, die noch heut zu Tage blutet." So lehrtdie Geschichte der Goldbergwerke von Kärnten und Salzburg(und dasselbe gilt für Deutschtyrol), daß Intoleranz die blühend-sten Länder verwüstet. Möchte eine weise Negierung des Kaiser-staats aus den Fehlern und Verbrechen der Vergangenheit ler-nen und mit starker Hand überall die unbedingte Freiheit undGleichberechtigung der religiösen Bekenntnisse vertheidigen!
Bon den zahlreichen Goldlagerstätten Kärntens ist in neuesterZeit (1870) eine einzige wieder in Abbau genommen worden,die Goldzeche, in 2740 Meter Meereshöhe, in unmittelbarer Nähedes Tauerukammes, 5 Stunden östlich von Heiligenblut. DasGoldzecher Grnbenhans ist die höchste Wohnung in Oesterreich,von Gletschern und kahlen Felsen umgeben, lieber drei Jahr-hunderte gingen an diesem Hause vorüber; unzählige Lawinenstürzten über dasselbe hinweg; alljährlich ruht eine Schnee- undFirulast von 5 Meter Dicke auf demselben, — und noch ist eswohlerhalten und unversehrt. Der Ertrag dieser Grube istvielleicht in Folge von Fehlern beim Bergbau bis jetzt nur einäußerst geringer. Die kärntuerischeu Goldgänge streichen überdie hohen Tauern hinüber in's Salzburgische und haben anckhier, besonders im 16. Jahrhundert, reiche Erträge geliefert(5 250 000 Mark jährlich). Wer die schöne Stadt Salzburgbesucht hat, dem ist gewiß die Pracht der fürstbischöflichen Ge-bäude ausgefallen. Es war die jährliche Rente der erzbischöf-lichen Kammer aus den Rauriser Gruben, welche die Mittel fürjene Prachtbauten gewährte. Ein Theil jener Bergwerke war
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