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traf ihn auch hier das neue Proskriptiousedikt. „Er erklärtesich den fürgehaltenen Abschied in unterthänigem Gehorsamdemüthiglich anzuuehmen bereit, dieweilen er von seiner vor55 Jahren einmal erkannten und bekannten Religion Augspm-gischer Confession mit reinen unversehrten Gewissen nicht ab-weichen könne." Da lesen wir eine demüthigste Bitte zahlreicherkärntnerischer Gewerke aus dem Herbst 1600 au den Berg-richter zu Steinfeld um eine Fürsprache bei dem Oberstberg-meister, „daß er ihnen bei den landesfürstlichen Commissären,die ihnen bei Verlierung Hab' und Gut, Leib und Leben, inner-halb 14 Tagen außer Land zu ziehen befohlen, einen längerenTermin erwirken möchte, damit sie nur den schweren Winter milihren Weibern und kleinen Kindern nicht auf das weite Felddürften." Ganze Gemeinden vor die Religionscommissäre ge-fordert, erklärten einmüthig: „von der.Augspurgischeu Confessionnicht abzuweichen, auch mit Verlust von Leib und Leben, Gutund Blut." Der Landtagsabschied vom 12. Februar 1604 brachtedie schließliche Entscheidung über das Schicksal nicht nur derEvangelischen, sondern des ganzen kärntnerischen Landes. DerBergbau blieb ohne Arbeiter, die Gruben verfielen, neue Bau-lustige und Bergverstäudige waren nicht vorhanden, Betriebsam-keit und Erwerb versiegte, die Provinz wurde entvölkert. „Nunstehen — so schreibt 1789 Carl v. Ployer, dem die obigen That-sachen entnommen sind; vergl. C. Nochata „Die alten Bergbaueauf Edelmetalle in Oberkärnthen" in Jahrb. d. k. k. Geolog.Reichsanstalt 1878 — drei ansehnliche Marktflecken als: Stein-feld, Ober-Vellach und Döllach in Großkirchheim, die ihreExistenz blos den Bergwerken zu danken haben und deren massiveHäuser den Reichthum und Wohlstand ihrer ehemaligen Eigen-thümer anzeigen, au Inwohnern leer, die Thaler in denen sieliegen, und ihre Bewohner, die ihren hauptsächlichen Verdienst
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