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Ueber das Gold : nach Vorträgen, gehalten in Godesberg zum Besten einer höheren Knabenschule und in Bonn zum Besten des Gustav-Adolph-Vereins
Entstehung
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den verlassen. Etwa drei Jahrhunderte bestand das carantanischeReich der Slaven, dann erschienen bairische Völker und dasLand wurde allmählich deutsch. Nun wurde auch der Bergbaunach mehrhundertjähriger Ruhe wieder ausgenommen und dieedlen Gänge bis zu den höchsten Gebirgskämmen verfolgt.Während des 15. und 16. Jahrhunderts erreichte die oberkärnt-nerische Goldgewinnung ihre höchste Blüthe. Die Anzahl derGruben ging in die Tausende. Der Werth des jährlich pro-ducirten Goldes betrug in den Jahren 1460—1560 etwa15,800,000 Mark, eine für die damaligen Werthverhältnisse ge-wiß außerordentlich große Summe. Sie übertrifft fast um dasVierfache die jetzige Gesammtproduktion von Oesterreich-Ungarn.Der Verfall der blühenden Goldgruben von Kärnten undSalzburg füllt eines der dunkelsten Blätter der Geschichte. „BeiLuther's Reformation ergriff beinahe ganz Kärnten und Steier-mark, die windischen Ortschaften ausgenommen, desselben Partei.Besonders aber waren die Bergleute als Männer von freierDenkungsart derselben Lehre zugethan. — Endlich gelang esder katholischen Geistlichkeit, vor allen dem Bischof GeorgiusStobaeus von Lavant, Verfasser der Epistel „Os rs8eoanäiskunäitn8 Oasrstisornrn rs1i«pnÜ8" den Hof dahin zu bringen,daß die Bruckerischen Landtagsverträge ausgehoben wurden undzu Anfang des 16. Jahrhunderts ein Edikt erschien, vermögewelchem allen Evangelisch-Gesinnten, welche sich nicht binnendrei Monatsfristen katholisch erklären unv bei ihrem ordentlichenPfarrer die Sakramente empfangen, das Land zu räumen an-befohlen worden". Auf diesen Befehl resignirten am 2. Junidesselben Jahres alle Beamten zu Steinfeld auf ihre Aemter undwandelten aus. Blast Erlbeck, Bergrichter von Gastein, wurde1584 der evangelischen Religion halber aus dem Lande Salzburggejagt. Er wurde Bergrichter zu Steinfeld in Kärnten. Da