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um so größer wurden die im Besitze der Indianer befindlichenGoldkörner, welche bereitwilligst für Glasperlen und geringenTand hingegeben wurden. Als der Admiral nach Entdeckungder neuen Welt seinen feierlichen Einzug in Sevilla hielt, wur-den Papageien und Goldklumpen vor ihm hergetragen. Dieswar der Anfang jener Jahrhunderte andauernden Goldströmun-gen, welche von Amerika über den Ocean nach Europa sich er-gossen. Spielte schon bei dem ersten großen Projekte der Gold-reichthum der zu entdeckenden Länder eine wesentliche Rolle, sowurde nun Golddurst die mächtige Triebfeder, welche die kühnenKonquistadoren vorwärts trieb. Ueberall fanden sich unerhörteMassen von Gold, sowohl auf den Inseln Cuba, Hayti, Jamaicaals auf dem Festlande Centralamerika's, in Honduras, Nicaragua,Costaricca, Veraguas. Das „goldene Castilien" — so wurdedamals dieser Theit der Erde genannt. So viel des Goldes in-dch die Eroberer bereits erbeutet hatten, — die fernen noch un-entdeckten Gebiete des Continents schienen stets noch größereSchätze zu bergen. In der That übertraf der GoldreichthumPern's die kühnsten Erwartungen. Es waren 41 Jahre nachder Entdeckung Amerika's verflossen, als der unglückliche InkaAtahuallpa in seinem Gefäugniß zu Caxamarca („Froststadt"),einem Zimmer von 22 Fuß Länge und 17 Fuß Breite, ein Zeichenan der Mauer machte, um die Höhe zu bezeichnen, bis zu wel-cher er den Raum mit Gold füllen wolle, wenn man ihm dieFreiheit schenke. Der verrathene und gequälte Fürst sagte, „dasGold in Barren, Platten und Gefäßen solle so hoch anfgethürmtwerden, wie er mit der Hand reichen könne." Eilboten gingennach allen Theilen seines weiten Reiches. Um den Fürsten zubefreien, gaben nicht nur die Uuterthaneu, sondern auch die be-rühmten Sonnentempel von Cuzco, Pachacamac, Huaylas, Hua-machuco ihre goldenen Schätze her. In diesen Tempeln bildeten
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