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suche, die alten Lagerstätten Spaniens wieder in Abbau z„nehmen. Wie Spanien, so sind auch andere Theile Europaslängst erschöpft. Mit Ueberraschung lesen wir bei Plinius, bahdas jetzt so metallarme Dalmatien zu Nero's Zeit Gold gelieferthabe. An einzelnen Tagen grub man 50 Pfund; es lag ganznahe der Oberfläche, unmittelbar unter dem Rasen (in sunwu»oosxits). Auch Gallien muß in der Vorzeit reich an Gold ge-wesen sein. Nach Strabo gewannen die Tectosagen, welche imsüdlichen Frankreich von Tolossa bis zu den Pyrenäen wohnten,das Gold in ihrem eigenen Lande. Jetzt liefert Frankreich keinenennenswerthe Menge Gold. So vorbereitete sich im weitenRömerreich eine Erschöpfung der Länder an Gold.
„Die Enden der Welt besitzen die schönsten Güter", solauteten die verheißungsvollen Worte Herodot's. Durch dasganze Alterthum und durch das Mittelalter pflanzte sich dieselbeVorstellung fort. Ja, es hatten ähnliche Ideen auch ihren Theilan den großartigen Plänen des Eolumbus, den Osten auf west-lichem Wege zu erreichen. Den äußersten Osten bildete nachder Vorstellung jenes Jahrhunderts Zipangu (Japan), von wel-chem Martin Behaim schreibt: „Cipango, die edelst und reichstInsul. — In der Insul wechst übertrefflich vil goldts rc."(Peschel, Zeitalter der Entdeckungen, S. 126). Weit im Westensollte hingegen liegen die fabelhafte Insel Antiglia. Im Jahre1414 gelangte ein portugiesisches Schiff in die Nähe dieser Insel,traf dort christliche Bewohner und entdeckte Gold im Erdreich.Das goldreiche Zipangu war das Ziel des Eolumbus. Am12. October 1492 landete das kleine Geschwader auf der InselGuanahani oder S. Salvador, jetzt Watlings-Jnsel. Schon andiesem ersten Tage erblickten die Spanier mit Befriedigung undBegierde, daß die Eingeborenen Goldstückchen in der durchbohr-ten Nasenwand trugen. Je weiter nach Osten die Schiffe kamen,
1404 )