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auS der Ferne wie ein Vogel. Wo es einen Standpunkt fürMenschen nicht giebt, da schafft der Mensch-ein Bett für Ströme.Wan führt die Leitungen durch harte und widerstandsfähigeGesteine und vermeidet brüchiges Erdreich. Am Ursprung derLeitungen auf den Gipfeln der Berge werden Teiche ausgegrabeu,MO Fuß im Quadrat, 10 Fuß tief. Das Wasser wird gestautund wenn die Teiche gefüllt sind, die Schleusen aufgezogen.Mit solcher Gewalt stürzt der Bach dahin, daß er Felsen mitsich fortreißt. Noch eine fernere Arbeit muß in der Ebene aus-geführt werden, Ableitungsgräben, genannt, mit allmäh-
lich vermindertem Gefälle. Rauhes, dem Rosmarin ähnlichesLaubwerk und Reiser, werden hineingelegt, um das Gold zurück-zuhalten. Das Wasser führt die schwebenden Theile, die zuSchlamm zertheilten Bergtrümmer in's Meer. So hat Spaniendem Ocean festes Land abgewonnen. Das durch solche hydrau-lische Arbeiten (^.rr-uZia) gewonnene Gold wird nicht geschmolzen,es ist schon rein und gediegen. Ganze Klumpen Goldes, über10 Pfund schwer, werden gefunden, knluerns von den Hispaniern,von Anderen kuluornuns genannt, während die kleinen Gold-körner Lulux heißen. Die Rosmarinstauden werden getrocknetund verbrannt und aus feinblättrigen Rasenstücken gewaschen,damit der Goldstaub zu Boden fällt." — Diese merkwürdigeSchilderung des Plinius beweist, daß schon vor zwei Jahrtausen-den die Römer mit ähnlichen hydraulischen Anlagen die Gold-lagerstätten ausbeuteten, wie sie jetzt in großartigster Weise inKalifornien benutzt werden. — Von Interesse für den altenGoldreichthum der iberischen Halbinsel ist wohl eine Inschrift,welche sich zu Jdanha Velha im östlichen Portugal gefunden, inwelcher ein gewisser Titus Claudius Rufus dem Jupiter Opti-mus Maximus Dank sagt für die Auffindung von 120 PfundGold. Vergeblich waren alle in neuerer Zeit gemachten Ver-
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