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sie uns zwei große Fragezeichen hin, auf welche wir bisher jedeexacte Antwort schuldig geblieben sind. Es ist auch nicht meineAbsicht, hier einen Versuch zu einer solchen Antwort zu unter-nehmen; denn da ich überzeugt bin, daß weder die PangeneseDarwin's^) die Erblichkeit erklärt, noch auch die Varia-bilität durch alles, was darüber auch schon gesagt und gedrucktworden sein mag, viel klarer geworden ist, so erschiene es mirals Vermessenheit, wollte ich hier einen Versuch zur Lösung jenerRäthsel wagen.
Dagegen ist es wohl meine Absicht, kurz zu er-örtern, welchen Weg wir einschlagen könnten, wenn es unsereAufgabe wäre, die eine dieser Fragen einer Lösung entgegen zuführen. Welches sind die Ursachen der Variabilität? So lautetdiese Frage. Für uns als Naturforscher kann es nur einen Weggeben, der uns dabei sicher zu führen vermöchte: den derBeobachtung. Wir fragen also weiter: Wie und wodurch ent-stehen in der Natur bei Thieren Veränderungen ihrer Orga-nisation ?
So weit wir bis jetzt sehen wären in dieser Beziehung dreiPuucte auseinander zu halten; die Umänderung einer Specieskönnte einmal Resultat einer Hybridation, zweitens durchdirecte Einwirkung der äußeren, sich verändernden Umgebungder Thiere entstanden und drittens eine Folge ganz allgemeinerEntwicklungsgesetze sein.
Es ist längst den Pflanzenzüchtern bekannt, daß die Hybri-dation ein ganz vortreffliches Mittel ist, die Constanz derCharaktere einer Art zu brechen und neue Varietäten zu er-zeugen; man weiß ferner, daß auch in der freien Natur der-artige durch Hybridation entstandene neue Formen gefundenwerden und es ist geradezu erstaunlich, welche Mannichfaltigkeitin Gestalt und Färbung auf solche Weise bei Pflanzen erzieltwerden kann. Viel weniger plastisch scheinen die Thiere zu sein;man ist sogar oft so weit gegangen, die Möglichkeit der Hybri-
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