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Über die Aufgabe der modernen Thiergeographie ; ein im geographischen Verein zu Frankfurt a/M. im October 1878 gehaltener Vortrag
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ihrer Schwankungen auf die verschiedenen Thierarten. Also auchdie Kenntniß dieser physiologischen Beziehungen der Thiere zurAußenwelt, dies Wort in seiner allgemeinsten Bedeutung ge-nommen, ist nothwendig, um ein klares Verständniß zu gewinnenvon jenen Vorgängen, welche bei der Umwandlung einer Artin die andere stattgefunden haben; denn erst die physiologischeNothweudigkeit solcher Veränderungen macht uns diese auch be-greiflich. Und zu demselben Resultat kommen wir immer, mögennun einzelne Arten nur und Gruppen oder selbst vollständigeFaunen auf die Nothweudigkeit der von ihnen eiugeschlagenenEntwicklungsrichtung geprüft werden: weder der durch die Paläon-tologie zu liefernde Nachweis aller oder zahlreicher Uebergaugs-formen, noch ihre theoretische Nothwendigkeit wären ohne jeneallgemeinste Physiologie der thierischen Organismen im Stande,uns einen wissenschaftlich zufrieden stellenden Einblick in dieVorgänge zu gewähren, wie sie bei der Umbildung einer Faunain eine andere nothwendig stattgefunden haben müssen.

Noch eine andere Betrachtung führt uns auf dasselbe Ziel hin.

Die Darwinsche Theorie stellt als Axiom hin, daß alleThiere variabel seien und daß diese Variabilität oft unbegrenztoder richtungslos sei. So lange es galt, wie es wohl vorzugs-weise Darwin's Absicht war, der alten Ansicht von der Umwand-lung der Arten Anerkennung und Beachtung zu verschaffen, wares sicherlich hinreichend unter Festhalten der beiden Axiome derErblichkeit und Variabilität zu zeigen, wie unter den um ihreExistenz kämpfenden Arten eine durch Nützlichkeit oder Schäd-lichkeit ihrer Organisation erzeugte Auswahl eintreten mußte.Nun diese Ansicht sich längst Anerkennung verschafft hat, darfes nicht länger verschwiegen bleiben, daß beide Kräfte oder Eigen-schaften thierischer Organisation nicht einfach als Axiome zu be-handeln sind. So wie wir bisher uns gewöhnt haben, die Erb-lichkeit und Variabilität zu benutzen, mögen sie wohl in einzelnenFällen ganz berechtigst«» Dienst thun; nichts desto weniger stellencssr)