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jologie hatte uns den Beweis geliefert, daß die theoretisch ge-forderten Nebergangsstufen genau in solcher Aufeinanderfolge zufinden seien, wie jene systematische Hypothese dies verlangte.Aber damit ist noch keine Antwort gegeben auf die Frage, welchespeciellen Ursachen denn den früheren vielhufigen Vorfahr jenerechten Pferde zwangen, sich in einen Einhufer umzubilden.
Die Antwort, welche die Darwinsche Theorie auf dieseFrage geben würde, lautet etwa so: die unbegrenzte Variabilitätder vielhufigen Vorfahren unserer Pferde mußte eine Anzahlverschieden organisirter Formen erzeugen, unter denen eine Aus-wahl stattfand; diese Auswahl wurde bestimmt durch den Vor-theil, welcher dieser oder jener Art durch ihre eigenthümliche undabweichende Organisation erwuchs im Kampfe um die Existenz.Nun läßt sich bei der Lebensweise der Gras fressenden pferde-artigen Thiere leicht erkennen, daß in der Reduction der Hufenein gewisser Vortheil liegen mußte, da bei hochbeinigen und raschlaufenden Thieren die Schnelligkeit wächst mit der Abnahmeder Zahl und Oberfläche der den Boden berührenden Stütz-punkte. Diese Betrachtung aber führt uns, wie wir sehen, be-reits mitten in Verhältnisse hinein, von denen wir bis dahinkeine Notiz genommen hatten. Nur durch die Wechselbeziehungenzwischen der Lebensweise und der variabeln Organisation jenerPferde einerseits und den äußeren Existenzbedingungen anderer-seits konnte eine Auswahl in bestimmter Richtung vermitteltwerden und es müssen daher diese Letzteren ebenso gut als ursäch-liche Bedingungen für das Entstehen neuer Arten oder Varie-täten angesehen werden, wie die allgemeine Tendenz der Thierezu variiren. Um aber entscheiden zu können, inwieweit jenerauswählende (oder gar umändernde) Einfluß solcher Lebens-bedingungen hier eine bestimmte Richtung der Entwicklung fest-gehalten oder gesteigert, dort eine andere vermindert oder garabgeschnitten haben mag, bedürfen wir einer tief eindringendenKenntniß von der Wirksamkeit jener Existenzbedingungen und
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