Zustand den jetzigen jüngeren mit Nothwendigke.it hervorgehenließen. Aber obgleich Wallace mit gewohnter Klarheit dieseAufgabe seinem Buche voranstellt, so trägt er in der praktischenDurchführung seines Gedankens doch wieder der alten Mode sostark Rechnung, daß die Kapitel, welche nach der alten undschlechten Methode rein chronologischer Aneinanderreihung dieErde in bestimmte Thierregionen und die Thierwelt in geogra-phische Kategorien theilen, weitaus den größten Abschnitt desBuches einnehmen, während diejenigen, welche uns einen Ein-blick in die Geschichte des Entstehens dieser Regionen gestatten,kaum den achten Theil des Ganzen ausmachen.^) Aber ich binweit davon entfernt, in diese Worte einen Tadel für Wallacelegen zu wollen; denn ich bin überzeugt, daß er so weitgehendeZurückhaltung nicht geübt haben würde, wenn ihm nicht durchdie Umstände eine solche auferlegt worden wäre.
Man wird aber fragen, warum denn mit Recht eine solcheZurückhaltung geübt wurde, da man doch längst erkannt, daß siewissenschaftlich nicht statthast sei? Die Antwort ist nicht schwerzu geben.
Ehe es möglich ist, die Ursachen einer Erscheinung zu er-forschen, muß man diese selbst gründlich kennen. Wir konntenuns keine Theorie vom Wesen des Lichtes bilden, so lange wirdas Licht in seinen verschiedenen Erscheinungen nicht oder nurungenügend erforscht hatten. Wenn es gilt, wie in der Thier-geographie, die Gesetze festzustellen, welche die Entstehung der,der Zeit nach aufeinanderfolgenden Formen geregelt haben, somüssen wir zunächst doch diese Aufeinanderfolge selbst erst richtigerkannt haben. Und obgleich nun ein Zweig unserer Zoologieals Paläontologie schon seit langer Zeit neben jener ein-hergeht, hat er uns doch im Grunde noch immer keine Geschichteder Thierwelt in dem oben bezeichneten Sinne geliefert. Wirerfahren zwar durch die Versteinerungskunde, daß in der Kohlen-periode diese Thiere, in der Kreide jene anderen gelebt,haben;(sse)