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Der Rhein und der Strom der Cultur in der Neuzeit
Entstehung
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^>trom und Cultur! Und abermals steht sinnend der Forscheram Meeresstrande und sieht dem Spiele der Wellen zu, dieFluch an Fluth sich mit dem Allvater Okeanos in feierlicherRuhe vermählen! Lang dehnt sich der Dünenstrand, soweit dasschweifende Auge ruht, und hinter ihm strecken sich fruchtbareGelände, und blinken in der Ferne die hochragenden Thürme reichgewordener Städte. Flur und Stadt blühend gemacht hat sieder Strom, der sich sehnt nach langem Laufe mit den Wogendes Meeres seine Wellen zu einen! Weit sind seine Wasser her-gezogen vom glänzenden Dom der Alpen, den der Mensch Gott-hard nennt; gefreut hat sich der junge Fluß im Angesichte dertrotzigen Berge seiner Heimath; geläutert hat er seine Fluthenim blauen Bodensee und gesprengt hat er mit Dounergewaltdie weißen Massen des Juragebirges, die ihn hindern wolltenin das weite Thal seine schäumenden wirbelnden Wellen frei zuergießen. Und bespült hat er mit nie ermattendem Flusse dieMauern von Straßburg und Speyer, von Worms und Mainz,hat seinen Anwohnern getrieben Mühlen und Maschinen, hatliebreich ausgenommen alle die Bächlein und Wasseradern, welcheihm darboten die dunkelen Kämme des Waskenwaldes und desSchwarzwaldes blauschimmernde Kuppen.

Und weiter mußte sein Lauf sich mühen. Dort wo die Naheihm zusendet die grünen Wellen, da mußte er mit Mannestrotzsich den Durchgang erkämpfen zu den kühnzinnigen Burgen, diemit blitzenden Fenstern einstmals auf ihn herniedersahen und die

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