Druckschrift 
Über die Thiere der Tiefsee
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

Körpern gefällt wird, und so der charakteristische Grund derTiefen von mehr als 2400 F. entstehe. Die Lösung in gerin-geren Tiefen kann abhängen von stärkerer Ansammlung vonKohlensäure in abgeschlossenen Becken und in der Nähe vulka-nischer Heerde, was in einigen der genannten Fälle nahe liegt.

Auf solchem Grunde können Würmer und Polythalamienzur Bildung von Röhren aus Fremdkörpern sich nicht mehr kalkigerSchalen und Nadeln bedienen. Die Verwendung von Kalk imeigenen Ausbau organischer Körper ist nicht ausgeschlossen, abersparsam; Muscheln bleiben klein, Korallen sind zerbrechlich, Po-lyzoen bilden zarte Zweige, Echinodermen treten unter Beschrän-kung der Kalkplatten in ungewöhnlicher Form aus; wo Chitinsich mit dem Kalke zu Schalen verbindet, überwiegt es und be-deckt diesen schützend. Bei der Wichtigkeit fester Kalktheile fürSeethiere bedingt die Kalkarmuth der Tiefsee eine effektive Ver-armung der Thierwelt, wenn auch nicht so groß, als es wegenZerstörung der Reste auf dem sogenannten Mangangrund scheint.

In Betrachtung der organischen pelagischen Niederschlägeund ihres nachherigen Verhaltens über die Periode der Unter-suchungen, in welcher wir uns zunächst bewegen, hinaus gegangen,wollen wir beifügen, daß an jenen die Pteropodenschnecken,besonders Cleodora, Diacria, Cavolinia, Hyalea, Creseis, Tripteraeinen nicht unbedeutenden Antheil nehmen und einige Maleausfielen, so in der Nähe der Antillen und im mexikanischenMeerbusen, wo A. Agassiz sie in 860 F. mehr als die Hälftedes Globigerinenschlammes bildend fand, daß von echten Schneckenvorzüglich die Blauschnecke Janthina und von Kielschnecken,Heteropoden, Atalanta in Betracht kommt, daß man vonFischen Gehörsteine und Haisischzähne, auch von lebend bis da-hin nicht bekannten Gattungen von Walen nicht selten das Ge-hörbein, Tympanum, und an geeigneten Stellen allerlei Knochenvon Sirenen findet. An der Eiweißlieferung für den Tiefgrund

(S6,