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vortretenden Kammern. Einige Jahre hindurch sah man diesePolythalamien als die charakteristischen Bewohner des Tiefsee-grundes an. Ohne Zweifel leben mancherlei Polythalamien aufdem Grunde, andere aber wurden, von I. Müller ab, von vielenGelehrten schwimmend gefunden. Sie tauchen gerne am Tageunter, weshalb Major Owen sie Colymbitae nannte. Murrayhat solche in verschiedenen Tiefen bis 150 F. nachgewiesen unddie Challengerexpedition und A. Agassiz haben gezeigt, daßdie auf dem Grunde gefundenen Schalen gar kein Bild derlebenden Thiere geben. Globigerina, Orbulina und andere sindim pelagischen Schwimmen mit feinen Stacheln bekleidet, derenLänge den Durchmesser der Schale mehrfach übertrifft, und anwelchen blasig ausquellende Protoplasmamasse sich fadig aus-zieht; der Kern ist prachtvoll scharlachroth. Solche Stachelnhaben auch die in Orbulina verborgenen Kammern. Carpenterfreilich möchte die Meinung nicht ganz aufgeben, daß Globige-rinen, nachdem sie schwimmend 12—16 Kammern hergestellt, auf-hören zu wachsen, sich mit einer äußeren Kalklage, einem Rudi-mente höherer Schalenbildung umkleiden, lebend Niedersinken,um sich dann zu vermehren, da junge in größerer Menge überdem Grunde schwärmten. Daß einige Polythalamien in großenTiefen leben, beweisen Sand sammelnde, welche in 2435 F. sichneben Globigerinen und Orbulinen allein finden, glasige Kristel-larien, deren dicke Schale das Schwimmen unwahrscheinlichmacht, porzellanähnliche Biloculina und Triloculina und An-kittung sandiger und schaliger an Schalen, Steine u. s. w.
Der Tiefseeschlamm birgt ferner kieslige Schalen von Dia-tomeen, einzelligen Pflänzchen in Form von Scheiben, Schiff-chen, Spindeln, Stäbchen, vereinzelt oder als Glieder, Frustula,von Ketten, mit durch Gelb verdecktem Pflanzengrün, mikrosko-pischer Größe, einige, wie Ehrenberg zeigte, in universellerVerbreitung und, wie Reade erkannte, in gleichen Arten die
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