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Die Halbedelsteine
Entstehung
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seststand, daß dieblaue Erde," nur wo sie als mächtige Schichtansteht, bläulich erscheint, in Proben aber grünlichgrau aussieht.Dieseblaue Erde" nun liegt im NW. des Samlandes fastüberall ungefähr 100 Fuß unter der Erdoberfläche und wirdtheils durch Tagebau, theils, wie jetzt in Palmnicken, bergmännischausgebeutet.

Wo die Bernsteingräberei im Tagebau betrieben wird, wiefrüher z. B. in Sassau, da werden die oberen Schichten dersteilen, fast senkrecht zum Meere abfallenden 100 bis 150 Fußhohen Dünen abgegraben, bis die Schicht der blauen Erdevollständig entblößt ist. Diese wird dann in regelmäßigen kleinenTerrassen von 8 Zoll Höhe durch eine Reihe langsam rückwärtsschreitender Arbeiter mit kleinen hölzernen Spaten Zoll für Zollabgestochen; während die vor ihnen stehenden Aufseher die auf dieseWeise an's Licht kommenden Bernsteinstücke in Säcken sammeln

Die Schwierigkeit dieser Methode liegt im andringendenWasser, welches, da die blaue Schicht fast immer tiefer liegt,als der Seespiegel, oft durch die Pump- und Schöpfvorrich-tungen nicht entfernt werden konnte. Dennoch wurde der Tage-bau früher bevorzugt, weil man nicht verstand, die Auszimme- srung so einzurichten, daß der lockere feine Sand durch dieselbe labgehalten wurde. Dies ist jetzt gelungen, und das Berustein-bergwerk zu Palmnicken liefert ganz enorme Erträge. Es wirdhier die ganze Masse der blauen Erde zu Tage gefördert unddie gewaltige Wassermasse, welche durch Dampfmaschinen ausder Tiefe gehoben wird, gleich dazu verwendet, die blaue Erdedurch ein System von 6 Netzen zu schlemmen, von denen jedesfolgende engere Maschen hat, als das vorhergehende.

Am Schlüße der Proeedur ist die gesammte Erdmasse durchdie Netze gewaschen, während die darin enthaltenen Bcrnstein-stücke gleich in 6 verschiedenen Größen sortirt in den einzelnenNetzen liegen.

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