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dieser Insel ein Stein gefunden wurde, den man für diese Bern-steinart halten könnte; die ersten sichern und zuverlässigenNachrichten über ihn haben wir erst in neuerer Zeit.
Ein orangefarbiger Bernstein findet sich, aber auchselten, bei Bologna, und in Rumänien kommt der sogenannteschwarze Bernstein vor, von dem ich eine sehr schöne Aus-wahl i. I. 1873 auf der Wiener Weltausstellung sah. Trotzseiner dunkeln, dein Kolophonium ähnlichen Farbe, zeigt auch erdie eigenthümliche Durchsichtigkeit unsers Bernsteins.
Bei der Verarbeitung zu Schmuck macht unser nordischerBernstein die schönste Wirkung, wenn verschiedenfarbige Stückezweckmäßig zusammengestelll werden, so daß eine Farbe dieandere hebt, z. B. mattgelber und hyacinthrother, und in dieserHinsicht würden sich noch viel schönere Wirkungen erzielen lassen,wenn man ihn auch mit andern Stoffen, wie Elfenbein, Jetoder Ebenholz passend verbände.
Anmerkungen.
1) S. Heft 277 dieser Sammlung: Die Edelsteine. S. 21 u. ff
2) Die einzigen 2 (gleichlautenden) Stellen, die von Einigen alsBeweis angeführt werden, daß Homer auch andere Edelsteine als denBernstein kannte, beweisen m. E. eher das Gegentheil. Er giebt einem
kostbaren Ohrgehänge sowohl in der Ilias wie in der Odysseedie Beiworte; (trißlsrm, morosuta). Das
letzte Wort kann, weil es nirgends weiter vorkommt, nicht gutenträthselt werden, es dürste daher wohl das Gerathen stesein,mit Passow der alten Tradition zu folgen und es mit .kunst-voll" zu übersetzen; triZIsua aber heißt „dreifach glänzend"und die Hypothese dürfte sehr nahe liegen, dies einfach auf die uns durchgriechische Münzen überlieferte sehr alte Form der Ohrgehänge zu be-ziehen, die eine dreieckige Platte mit drei Ohrglocken darstellt.
(S7S)
Druck von Gebr. Unger (Th. Grimm) in Berlin, Schönebergerstr. 17 L