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kugelförmigen Stücken, den sogenannten Achatmandeln vor, diesich in einer Plutonischen Felsart, dem Melaphyr oder schwarzenPorphyr finden. Ihre Entstehungsart ist geologisch sehr inter-essant. Der Melaphyr ist in einer sehr frühen Periode derErdgeschichte, zur Zeit der Steinkohlenbildung und des Zech-steines in feurigslüssigem Zustande aus dem Erdinnern hervor-gebrochen, und bei dem allmählichen Erstarren und Erkalten derteigförmigen heißen Masse bildeten sich im Innern derselbendurch aufsteigende Dampfblasen mandelförmige Hohlräume aus.Später als die Masse längst erhärtet war, aber immer nocheine hohe Temparatur hatte, lösten die, dieselbe durchsickerndenRegenwässer einen Theil der im Melaphyr enthaltenen Kiesel-säure auf und setzten sie, wenn sie auf ihrem Wege in dieHohlräume kamen, in concentrischen Schichten an den Wändenderselben ab. So füllten sich manche dieser Mandeln ganz undgar, während andere noch im Innern einen Hohlraum enthal-ten. Früher fand im Fürstenthum Birkenfeld in den dortigenMelaphyrgebirgen ein vollständiger Bergbau aus diese Achat-mandeln statt, denn die Achatschleiferei ist dort vorzugsweise inden Städten Oberstein und Idar seit dem 16. Jahrhundertin Blüthe. In der Umgegend dieser beiden nur eine halbeMeile von einander entfernten Städten befinden sich an deroberen Nahe und deren zahlreichen Nebenflüßchen in allenThälern zahllose Schleifmühlen, in denen allen die Achatschlei-ferei betrieben wird. Alle werden durch Wasserkraft getriebenund es befinden sich an jeder Welle neben einander mehreregroße, senkrecht stehende Schleifsteine, an denen die Schleifer,auf einem trogartig ausgehöhlten Holzgestelle liegend, die Füßegegen Pflöcke gestemmt, die im Fußboden befestigt sind, dieAchate «»drücken und durch geschicktes Umwenden die beabsich-tigten Formen erzielen. Seit etwa 50 Jahren nahm die Ober-steiner Achatindustrie einen bedeutenden Aufschwung, als man
(SSS)