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tenen Steinen benutzt: zu Gemmen, wenn der Gegenstand ver-tieft in den Stein gegraben war, um als Siegelstein zu dienen, zuCameen, wenn er über der Fläche des Steines erhaben hcrvortrat;und ganz besonders beliebt waren zu diesem Zwecke solche Steine,die aus mindestens zwei verschieden gefärbten Schichten bestan-den, indem sich dann der erhaben oder vertieft geschnittene Ge-genstand von dem anders gefärbten Hintergründe um so deut-licher abhob. Solche Steine mit verschieden gefärbten Schichtennannten sie Onyx, ein Name der auch heute noch gebräuchlichist, und mit dem man den Gattungsnamen des Steinesverbindet, z. B. Chalcedonyx, Sardonyx, Karneolonyx :c.Der Name Onyx kommt aus dem Griechischen und bedeutetFingernagel, und die griechischen Dichter knüpfen an ihn dieMythe, daß die Onyxe die versteinerten Fingernägel der Venusseien, die ihr Amor mit der Spitze eines Pfeiles beschnittenhabe, diese wären in den Indus gefallen und dort, von denParzen gesammelt, in Onyxe verwandelt worden. — Bei deraußerordentlich hohen Stufe, auf der die Technik bei den Altenstand, künstlerisch vollendete Zeichnungen in Stein zu schneiden,ist es erklärlich, daß diese Onyxe, das bevorzugte Material fürsolche Kunstwerke, so beliebt waren, daß man sie schon zu Pli-nius' Zeiten aus Glasflüssen künstlich nachahmte. — Auch solcheOnyxe wurden geschickt verwendet, die drei farbige Schichtenhatten, indem man die eine Farbe für den Hintergrund, diezweite für die Fleischpartien, die dritte für die Gewandung derFiguren benutzte.
Als Varietäten des gemeinen Chalcedon unterscheidetman den Chalcedonyx, wenn graue und weiße Schichtenabwechseln, den Regenbogenchalcedon, wenn er gegen dasLicht gehalten irisirt, den Punktchalcedon oder Stephans-stein zu Ehren des durch Pfeilschüsse getödteten heiligen Stephan,wenn er weiß ist und blutrothe Flecken hat, den Wolkenchal-csss)