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von aller Geuossenschaftlichkeit gleichstrebender Menschen, lediglichauf sich selbst stehend, frei von jener Pflicht des Berufes, die demAmte des Geistlichen und Arztes in Zeiten der höchsten Noth zurZierde gereicht, herausgetreten ist aus dem Banne des Wohllebens,aus den Stätten der Gesundheit, aus dem Kreise der Freunde,aus dem Genüsse verdienten und wohlerworbenen Ruhmes, ausdem Rahmen des eignen Vaterlandes, um in weitester Ferne, zuZeiten der Pest, Ungläubigen und Türken Hülfe zu bringen.
In einem anderen, als dem mittelalterlichen Sinne, kam erals Kreuzfahrer in das Morgenland. Er trug das Kreuz desFriedens, und in seiner Person offenbarte sich wahrhaft der Geisteiner neuen, über die Schranken der Nationalität und der mittel-alterlichen Kirche erhabenen Menschenliebe. Er ist damit einerder Propheten jenes rothen Kreuzes geworden, das in Kriegs-zeiten den verwundeten Feind aufrichtet und heilt, eines Symbols,das möglicherweise auch in Zukunft eine ebenso große AufgabeAngesichts verheerender Wanderseucheu finden könnte, wenn esdarauf ankommt, Diejenigen rechtzeitig zu sammeln, die furchtlosund entschlossen, wo andere Kräfte fehlen und versagen, dem Pest-hauche entgegengehen und damit auf's Neue beweisen, was Ho-ward bewiesen hat, daß die Pest in der Gegenwart keines jenerapokalyptischen Ungeheuer ist, denen die verzagende Menschheitsich häuderingend zu unterwerfen hat, sondern ein Feind, derdurch klare Ueberlegung, rechtzeitige Vorsicht, tapfern Muth undhingebeude Menschenliebe aus dem Felde geschlagen werden kann.
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