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John Howard und die Pestsperre gegen Ende des 18. Jahrhunderts
Entstehung
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ä-O>ieviel der Engländer John Howard vor einem Jahr-hundert gethan hat, um das Loos der Gefangenen und die Ein-richtung der Strafanstalten zu verbessern, welchen Anspruch er er-heben darf, als Begründer der Gefängnißreform gepriesen zuwerden, ist allen Denjenigen bekannt, die der Geschichte der Straf-rechtspflege einige Aufmerksamkeit zugewendet haben.

Weniger allgemein bekannt ist, welche Verdienste derselbeMann um die Verbesserung der öffentlichen Krankenpflege sicherwarb, indem er wiederholeutlich die europäischen Staaten unterdamals schwierigen Verhältnissen durchwanderte, Krankenhäuserund Hospitäler untersuchte, tief eingerissene Schäden der Ver-waltung aufdeckte, den Gründen der Pestseuche nachforschte und,unter Aufopferung seines eigenen Lebens, zur besseren Behandlungoder Heilung solcher beitrug, die von allen Seiten gemieden undgeflohen waren. Obgleich Howard kein Arzt von Beruf war,so hatte er doch in seiner Zeit auf die Erkcnntniß mancher Krank-heitsursachen und die Abstellung der in der öffentlichen Krank-heitspflege eingerisfeuen Mißbräuche ebenso erfolgreich eingewirkt,wie in neuerer Zeit, während des Krimkrieges, MißNightingale.Gleich ihr bewies er, daß es zuweilen gut ist, nicht alles ver-trauensvoll der Verantwortlichkeit solcher Fachmänner zu über-lassen, die entweder als Verwaltungsbeamte durch die Vorliebe

XIV. SN. I * (ISS)