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Kranken nicht in ihren Häusern zu belassen, sondern sofort inpassend eingerichtete Anstalten zur Heilung zu bringen. IhreHausgenossen sind außerhalb der Städte oder Dörfer in gutventilirten Zellen unterzubringen und dort, abgesondert vom Verkehrmit unverdächtigen Personen, eine Zeit lang zu beobachten. JedeHärte gegen die der Pest verdächtigen Personen steigert nur dieGefahr der Verheimlichung, während auf rechtzeitige Entdeckungder ersten Fälle Alles ankommt. Die Gebrauchs-Gegenstände,Kleidungsstücke u. s. w., die mit Pestkranken in Berührung standen,find am besten durch Feuer zu vernichten. Um der Habsucht, diesolche Dinge gern aufbewahrt, wirksam zu begegnen, empfiehltsich Entschädigung aus öffentlichen Mitteln für die obrigkeitlicheVernichtung pestgefährlichen Privateigenthums. Kleinere Ort-schaften sollen im weiteren Umkreise abgesperrt, einzelne Ge-höfte, in denen Pestfälle Vorkommen, niedergebrannt werden.Unter keinen Umständen darf die Seuche in enge Räumlichkeitengewaltsam eingeschlossen werden."
Vergleichen wir unsere heutigen Kulturzustände mit den-jenigen, die zu Howard's Zeiten gegen Ende des vorigenJahrhunderts vorhanden waren, um zu ermitteln, welche Rath-schläge und Erfahrungen früherer Zeiten zur Bekämpfung derPest für uns brauchbar, welche andern als veraltet zurückzu-weisen sind, so läßt sich nicht verkennen, daß in wichtigen Punktendie uns umgebenden Verhältnisse gänzlich verändert worden sind.Immerhin aber haben wir, in Ermangelung zureichender Er-fahrungen innerhalb des heut lebenden Geschlechts, alle Veran-lassung, die besseren, auf die Geschichte der Pest bezüglichenSchriften, zu denen Howard's Artikel zu rechnen sein dürfte,aufmerksam zu durchforschen und ihren Inhalt mit den Beo-bachtungen zu vergleichen, die die neuere Wissenschaft über an-dere Seuchen, insbesondere über den Typhus und die Cholera
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