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John Howard und die Pestsperre gegen Ende des 18. Jahrhunderts
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Lazarethhäuser gelten. Früher verbrachte man die von der Pestergriffenen Stadtkranken in diese Zimmer zum Zweck eines vierzigtägigen Aufenthalts und ließ diese für dieselbe Zeitdauer in einemanderen Zimmer weilen, bevor man ihnen einen Gesundheitspaßverabfolgte."

Die Mehrzahl der Fenster in diesen Zimmern und ineinigen älteren Pesthäusern sind gegenwärtig mit Ziegeln ver-mauert, wodurch dargethan wird, daß im vorigen Jahrhundertdie Aerzte die Wichtigkeit der Lufterneuerung und des freienLuftzuges in den Krankenzimmern wohl gekannt haben. Einevöllig verschiedene Methode ist seitdem von den Aerzten ange-nommen worden. Es scheint jedoch, als ob wir gegenwärtig zuder älteren, weit aus gesunderen Praxis zurückkehren sollten.Wahrscheinlich kannte man in älterer Zeit auch nicht die gegen-wärtig gangbaren schlimmenVorurrheile gegen die Waschungen vonkranken Personen oder verunreinigter Zimmer. Denn gerade inden alten Pesthäusern bemerkte ich, daß größere Aufmerksamkeitauf die Herbeischaffung reichlichen Wasserzuflusses verwendetwurde als in der Mehrzahl der Hospitäler, die seit fünfzigJahren erbaut worden sind."

Uebrigens war das Verfahren für die Abhaltung der Quaran-taine in allen Einzelheiten durch genaue Vorschriften 'geregeltund durch Strafgesetze gesichert, deren Uebertretung in gewissenFällen durch die Todesstrafe geahndet werden sollte. Geregeltwar das Anmeldeverfahren für einlaufende Schiffe zum Zweckeder Prüfung der vorhandenen Gesundheitsatteste, ohne Rücksichtworaus übrigens in Venedig alle aus türkischen Gebietstheilenoder andern ihnen benachbarten Häfen einlaufenden Schiffe einerQuarantaine unterworfen wurden. G eregelt war die Ueberwachungder Lazarethe durch den Vorstand, der in eigener Person beiSonnen-Auf- und Untergang sämmtliche Thüren zu eröffnen

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