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Ich zog es vor in dem niederen Zimmer auf dem mit Mauer-steinen gepflasterten Boden fast gänzlich vom Wasser umgeben,meine Schlafstelle zu nehmen. Nach Ablauf von sechs Tagenließ mich der Vorsteher jedoch in ein erträglicheres, aus vierZimmern bestehendes, Quartier versetzen; dasselbe hatte eine sehrerfrischende Aussicht, aber die Räume waren nicht meublirt, siewaren vielmehr unsauber und ebenso ungesund, wie die schlimmstenSäle in den allerschlechtesten Hospitälern. Die Wände meinesZimmers waren vielleicht seit einem halben Jahrhundert nichtgewaschen, sie waren von Ansteckungsstoff gesättigt. Ich ließ siemehrmals mit Kalkwasser abwaschen, um den Gestank zu ver-treiben, mit dem sie erfüllt waren. Alles dies jedoch war ver-gebens. Ich verlor den Appetit und schloß daraus, daß ich inGefahr war, ein langsam zehrendes Lazarethfieber zu erwerben.Ich verlangte, daß mein Zimmer mit ungelöschtem Kalk undWasser abgewaschen werden möchte. Heftige Vorurtheile standenmeinem Verlangen entgegen. Es gelang mir jedoch mitHülfe des englischen Consuls, der mir den erforderlichen Kalkverschaffte, zum Ziele zu gelangen. Alsbald wurde mein Zimmerso sehr aufgefrischt und die Luft so sehr gereinigt, daß ich wiedermeinen Nachmittagsthee nehmen und die Nacht schlafen konnte.Am andern Tage waren die Mauern bereits völlig ausgetrocknetund geruchlos und nach Verlauf einiger weiterer Tage hatte ichmeine Gesundheit wiedererlangt. Mit Aufwendung einer sehrgeringen Summe und zum Erstaunen der übrigen Lazarethbe-wohner gewann ich für mich und meine Nachfolger ein ange-nehmes und gesundes Zimmer an Stelle eines unreinlichen undsehr ansteckungsgefährlichen."
„Vor den Thüren der beiden großen Zimmer sah man inStein gemeißelt die Züge des heiligen Sebastian, des heiligenMarcus und des heiligen Rochus, die als Schutzpatrone solcher
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