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John Howard und die Pestsperre gegen Ende des 18. Jahrhunderts
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taineanstalten und Pesthäusern, diejenigen von Livorno, die imJahre 1778 errichtet worden waren, als die besten und zweck-mäßigsten. Derselbe Fürst des lothringischen Herrscherhauses,der 1786 in Toscana zuerst die Todesstrafe abzuschaffen denMuth besaß, hatte auch dafür Sorge getragen, vor Erlaß der1785 erschienenenGesundheitsverordnungen" (Orckiuicli Larutü) den Stand der damaligen ärztlichen Erfahrungen durcheinen in die Levante entsendeten Arzt genauer feststellen zulassen.

Von Alters her erfreuten sich jedoch die Sicherheitsanstaltender Republik Venedig des größten Ansehens. Diese waren es,denen häufigste Nachahmung zu Theil wurde. Eine Erfahrungvon drei Jahrhunderten stand ihnen damals zur Seite. Seitdem Erscheinen der Türken in Constantinopel hatten die Vene-tianer in Krieg und Frieden die mannigfachsten Berührungenmit ihnen gehabt. Noch im siebzehnten Jahrhundert war derlevantinische Handel der Republik blühend. Die Vorsorge gegendie Pest gehörte daher zu den wichtigsten Staatsangelegenheiten,denen eine ständige Aufmerksamkeit zu widmen war.

Um sich damit bekannt zu machen, hatte sich Howard aufseiner großen orientalischen Forschungsreise eines sonderbarenVerfahrens bedient. Er hatte sich in Smyrna an Bord einesfür verdächtig erklärten Kauffahrteischiffes begeben, in der Ab-sicht, bei seiner Ankunft in Venedig dem damals vorgeschriebenenVerfahren unterworfen zu werden.

Einige Stellen aus Howard's Schilderung, die überausanschaulich ist, mögen hier einen Platz finden:

Nachdem unser Schiff durch ein Lootsenboot an den geeig-neten Ankerplatz geleitet worden war, sah ich einen vom Gesund-heitsamte entsendeten Boten beim Schiffscapitain eintreffen.Am folgenden Tage kam ein Bote in einer Gondel, um mich in

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