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John Howard und die Pestsperre gegen Ende des 18. Jahrhunderts
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die Gründe derjenigen niemals an, welche, den vorwiegend mias-matischen Charakter des Pestgiftes behauptend, aus Rücksichtender finanziellen Sparsamkeit von der Einrichtung strenger Ab-sperrungsanstalten abriethen.

Die gelegentliche Unwirksamkeit mancher auf Absperrungdes verdächtigen Verkehrs abzielender Einrichtungen vermochteHoward nicht von deren Entbehrlichkeit zu überzeugen, vielmehrerblickte er darin nur eine Aufforderung mehr, über verbesserteund wirksamere Maßregeln nachzudeuken. ?)

Unter den Veranstaltungen zur Abwehr der Pest standen zuseiner Zeit in erster Linie die Vorschriften über Sperre durchQuarantaine, denen der gesammte Verkehr mit dem Ge-biete der Türkei unterworfen blieb, indem das System der Ge-sundheitspässe und Vcrdächtigkeitspatentev) eine Unter-scheidung begründete, der gemäß die einzelnen Schiffe und derenLadung bei ihrer Ankunft in den Hafen der seefahrenden Staatenzu behandeln waren. Die herrschende Annahme war in Gemäß-heit alter Ueberlieferungen diese: daß im Luftraum der Pestkeimseine Ansteckungsgefahr spätestens nach Ablauf von vierzig oderzweiundvierzig Tagen verliere. Personal der Schiffsmannschaft,Passagiere und alle mit ihnen in Berührung gekommenen Per-sonen blieben daher meistentheils vierzig oder zweiundvierzigTage lang, bevor sie landen durften, in gewissen eigens zu diesemZweck hergerichteten, vom Verkehr thunlichst entlegenen und nachihrer Oertlichkeit leicht zu überwachenden Gebäulichkeiten einergesundheitspolizeilichen Untersuchungshaft unterworfen.Gleichzeitig waren die davon betroffenen Schiffe, deren Ladungnicht völlig unverfänglich erschien, der Entfrachtung unterworfen,wobei gewisse Maaren einer regelmäßigen Lüftung unterzogenwerden mußten.

Howard bezeichnte unter den von ihm besuchten Quaran-

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