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des mittelländischen Meeres, theils durch Rußland und Polenin die westlicher gelegenen Staaten Europa's ein. Ohne denVorgang der Uebertragung von einem Individuum auf das an-dere genauer zu kennen, ist als erwiesen anzunehmen, daß dasPestgift, dessen Gefährlichkeit zu gewissen Jahreszeiten, wie beistrenger Winterkälte und in bewegter Luft geringer ist, als infeuchtwarmer stiller Luft, aber lange Zeit hindurch eine Mit-theilungsfähigkeit unter geeigneten Umständen bewahrt, auch angesundbleibenden Personen und gewissen Gegenständen des Han-delsverkehrs haftet, ferner vornehmlich an solchen ÖrtlichkeitenAusbreitung gewinnt, in denen eine verwahrloste, arme Bevölke-rung unter Entbehrungen leben muß.") Die Ausbreitung der Pestkönne daher durch geeignete Vorbeugungsmittel von Seiten desStaates und durch zweckmäßiges Verhalten der bedrohten Be-völkerung verringert werden.
Für die Aufgabe des Staates und der gesetzlichen Grund-lagen der öffentlichen Gesundheitspflege mußte damals wie heuteeine derartige Feststellung auch als durchaus hinreichender Be-stimmungsgrund gelten. Oder sollte der Staat theilnahmlosdem Fortschreiten einer Seuche, deren Keime ini Verkehr ver-schleppt werden, so lange zuschauen, bis es der exakten wissen-schaftlichen Forschung gelungen sein wird, den Hergang oder dieVerbreitung in allen Einzelheiten zweifellos nachzuweisen? Ho-ward hat niemals bezweifelt, daß die Staatsregierungen nichtblos auf der Grundlage mathematisch sicherer Beweise hin das Vor-handensein gewisser Thatsachen oder Ursächlichkeiten anzunehmenhaben, sondern in weit häufigeren Fällen auf Erfahrungsangabeu,auf Wahrscheinlichkeiten und starke Vermuthungen ihre Handlungeneinrichten müssen, wenn es auf die Abwehr so großer, den Volks-bestand bedrohenden Gefahren ankommt, wie sie die Pest in sichschließt. Aus diesem Grunde erkannte er auch bei aller Unparteilichkeit
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