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John Howard und die Pestsperre gegen Ende des 18. Jahrhunderts
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Gestaden des mittelländischen Meeres sich zu drei Vierteln in denHänden griechischer Häuser befand und England, was denBezug der Baumwolle aus türkischen Gebieten anbelangte, gänzlichvon den Holländern abhängig geblieben war. Er erinnerte daran,daß von den achtzehntausend Säcken Baumwolle, die damalsvon englischen Fabriken verarbeitet wurden, zwei Drittel durchholländische, französische oder italienische Häuser in England ein-geführt würden, die Gesundheit der Engländer also in den Händenfremder Nationen bewahrt lag. Die wirthschaftlichen und handels-politischen Nachtheile zweckwidrig eingerichteter Ouarantaine-An-stalten an der Hand der Erfahrung und auf Grund sorgfältigeingesammelter Nachrichten dargethan zu haben, dürfte als einVerdienst Howard's nicht gänzlich zu übersehen sein, obwohldasselbe durch den menschheitlichen Werth seiner Bemühungenweitaus überstrahlt wird.

In derBeschreibung der hauptsächlichsten euro-päischen Pesthäuser" (Lazarethe), die Howard wenige Jahrevor seinem Tode, als sein letztes Werk, 1789 herausgab, besitzenwir eine Berichterstattung, die auch heute noch geeignet bleibt,dem ärztlichen Sachverständigen werthvolle Winke zu liefern übereine Seuche, deren nähere Beobachtung, während des letztenMenschenalters, vergleichungsweise nur wenigen europäischenAerzten vergönnt war.

Wir erfahren aus ihr den Stand der Dinge, der Ansichtenund Meinungen, der wichtigsten Streitfragen und Zweifel, wiesich derselbe gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts in denAugen eines gewissenhaften, sorgfältigen und unbedingt vorur-theilsfreien Beobachters darstellte. Weit davon entfernt, auf dieMeinung einzelner, sogenannter Autoritäten, zu schwören, hatteHoward auf seinen Reisen in Frankreich, Italien, Griechen-land und in der Türkei planmäßig die Stimmen der berufensten

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