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John Howard und die Pestsperre gegen Ende des 18. Jahrhunderts
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bleibende Brandschatzung in Gestalt drückender Vermögensverlusteund lästiger Verkehrshemmungen zu entrichten hatten. Alle jeneVeranstaltungen, die seit dem Ende des 15. Jahrhunderts, zurAbwehr der Pest in den Häfen des mittelländischen Meeres ge-troffen wurden, vergegenwärtigen nur einen oft erfolglosen Kampszwischen kaufmännischer Gewinnsucht, die sich unerträglichen Fesselnzu entziehen sucht, und der durch Jahrhunderte überliefertenSchreckensherrschaft der Seuche.

Der Philanthrop Howard hatte mit richtigem Blick die Be-deutung auch der wirthschaftlichen Interessen erkannt, die dieUnterdrückung der Pest in sich schloß. Jener eigenthümliche, dasgesammte Volk durchdringende Handelsgeist, der ein Merkmal desenglischen Stammes ist, verräth sich auch bei ihm, indem Howardnirgends versäumte, darauf aufmerksam zu machen, welchen Geld-vortheil England aus zweckmäßig gewählten Maßregeln gegendie Verbreitung der Pest ziehen könnte.

Diesen Gesichtspunkt benutzend, bemühte er sich, nachzuweisen,daß England selbst durch Duldung des nicht zu überwachendenZwischenhandels der Holländer mit orientalischen Staaten imhohen Maße die Einschleppung der Pest nach England befördere,daß die Herstellung eines geeignetenLazareths" an der englischenKüste in Verbindung mit der Begünstigung des direkten Handelsmit der Levante den englischen Handelsiuteressen Vorschub leistenwürde; ferner, daß die Parlamentsakte aus dem 26. Regierungs-jahre Georg's II. schädlich sei, wonach in England und Irlandkeine der Ansteckung fähigen Maaren ohne Gesundheitspaß gelandetwerden durften, wofern die betreffenden Handelsartikel nicht inausländischen Pesthäusern in Malta, Ancona, Venedig, Messina,Livorno und Genua oder Marseille hinreichend gelüftet wordenwaren. Er zeigte, wie es kam, daß im achten Jahrzehnt desvorigen Jahrhunderts der levantinische Handel an den östlichen

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