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gungen des Herzens. aller Jammer und diezerreissendsten Schmerzen, die dem Men-schen zu teil werden können, alles — allesdas findet in der Rolandsage seine Stelle.
Auf vielerlei Weise ist darum auch dieseSage beschrieben und besungen worden.Wir wollen von den vielen nur das schöneGedicht von Simrock hier
wiedergeben:
Eine junge Gräfin, ein edler Held,Sie schwuren sich Lieb und Treu;Er kam aus der Schlacht, er zog zu Feld,Die Liebe war immer neu.
In Spanien stritt die fränkische Kraft,O Roncesval, blutiges Thal!Da fiel die Blüte der Kitterschaft,Da fiel Held Roland zumal.
„Nun Ade dir Welt! dein süsser GewinnBetrüglich ist er fürwahr:Maria, himmlische Königin,Dir weih ich mein goldnes Haar."
Das Kloster beschaut sich mitten im Rhein;Noch hallen die Glocken im Thal.Da schallt ein Ruf, wer mag es sein!der Tote von Roncesval?
Nein Roland selbst, er leibt und lebt:Ja wärest du, wärest du tot!Denn wisse, dass sie das Kloster begräbt,Die dir zu leben gebot.