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Mädchen unter der strengen Obhut des Vaters,der seit dem Tode der Gattin in sich gekehrtund finster sein Leben verbrachte. SeinKind, die schöne Gerda, allein konnte einLächeln auf die sonst fmstern Züge zaubern.Der alte Sifrid besass viele Schwächen,besonders die, das Glück seines Kindes imäusseren Prunk zu suchen, während es dochgerade in ihrem Gefühle lag, dass rein undunentweiht ihr Herz zu höheren Schlägenschwoll.
Dieses Gefühl aber war ihre Liebe zu Kuuovon Reichenstein, einem schmucken Rit-ter, der in jeder Hinsicht des Mädchens wür-dig war; nur in Einem nicht. Denn Rei-chenstein war arm und besass nichts alsseine Burg, sein Schwert und seine Liebe.Ritter K u r t von E h r e n f e 1 s, ein tückischer,sinnlicher Mensch, war sein nächster An-verwandter. Zu ihm machte sich Kunoauf und bat ihn, bei dem Vater für ihn umdie Hand der lieblichen Ger da zu werben,da er ohne sie nicht leben könne.
„Hm — meinte Kurt — es ist dummesZeug, sich mit einem Gespons zu. plagen.Mach'es wie ich, so lebst du viel behaglicher."