— 17
l)c rg mit allem Zubehör zu lebenslänglicherBenutzung erhielt; und als nach dessen Todedie Burg wieder an das Erzstift surückfiel,übergab sie im Jahre 1409 der ErzbischofJohann II. seinem Günstlinge Johann v.Seiheim. Nach mancherlei Wandlungenfinden wir die Burg hundert Jahre späterals Lehen einer Familie von Willb er g,von nun an immer mehr in Verfall geraten,bis endlich nach dem 30-jährigen Kriege sievollends zur Ruine wurde.
Nach abermals mehr als hundert Jahrengelangte sie in den Besitz der Familie vonE y s s und von dieser kaufte sie Prinz Fried r.von P r e u s s e n, der sie in den Jahren 1825bis 1829 in mittelalterlichem Stile, durch dengeschickten Architekten Kuhn aus Koblenz,wieder aufbauen liess und die neuerbauteBurg „Rheinstein" nannte, die er sich zurRuhestätte erwählte und 1863 seinen Söhnen,den Prinzen Alexander und Georg vonPreussen, hinterliess. —
Bei Besichtigung der Burg Rheinsteinwerden wir zurückversetzt in die Zeit des13. und 14. Jahrhunderts, denn die vielengezackten Thürmchen und Zinnen, Terrassen,