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[1]: 1887
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breit, das Chor hat eine Länge von 36 Fuß und eine Breite von 34 Fuß.Das Rondell, auf dem eine Kuppel sich erhebt, ist 28 Fuß breiter als dasLanghaus. Zu dieser Kirche wurde nach den im Diözcsanarchiv vorhandenenAkten am 26. Juli 1666 der Grundstein gelegt. Ueber dem südlichen Ein-gang der Kirche findet sich dieselbe Jahreszahl. Jedoch muß diese Kirchespäter vergrößert worden sein, da sich über dem westlichen Eingange dieJahreszahl 1699 und am südlichen Qucrschisfarmc die Jahreszahl 1763vorfindet. An der westlichen Front erhebt sich ein Thurm mit offener Vor-halle, welcher oben in's Achteck übergeht und eine Plattform trägt, von deraus man eine wundervolle Fernsicht genießt und woselbst ein gules Fernrohraufgestellt ist. Der Westeingang der Kirche wird von einer hübsch geschnitztenHolzthüre verschlossen.

Ueber die Entstehung der Wallfahrt in der Dreifaltigkeitskirche erzählendie „Statuts,, Regula und Satzungen der Lobwürdigen Bruderschaft derAllerheiligsten Dreifaltigkeit in der Wallfahrtskirche auf dem Baldenberg"folgendes: Um das Jahr 1400 verlor ein armer Hirte, welcher auf demHcubcrg und in hiesiger Gegend das Vieh hütete, aus Unachtsamkeit einigeStücke von seiner Heerde, fand sie aber nach zweitägigem vergeblichem Suchenaus dem Platze, wo jetzt die Kirche steht, gesund wieder. Aus Daukbarkeitfür die Wiederauffindung that er das Gelübde, die Personen der aller-heiligsten Dreifaltigkeit in einem Bilde auszuschnitzen und hier in einemBildstocke aufzustellen. Als er aber die Stelle näher untersuchte, fand ereinen mit Moos und Gesträuchen ganz überwachsenen Bildstock und in dem-selben das Bildniß der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Er baute nun an dieserStelle eine Kapelle von Holz und stellte das Bild hinein; als aber die Ge-schichte bekannt geworden, strömte alsbald eine große Menge Wallfahrer vonNah und Fern hinzu, so daß man sich genöthigt sah, aus den zahlreichenOpfern eine größere Kapelle aus Stein und Mauerwerk zu errichten, welcheam 19. August 1415 durch den Wcihbischof von Konstanz mit einem Altarezu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht wurde. Um aber denGottesdienst noch mehr zu beleben, wurde mit Bewilligung der ErzherzoginMechtilde von Oesterreich eine Bruderschaft zu Ehren der allerheiligstenDreifaltigkeit errichtet und am 20. Mai 1461 vom Bischöfe Heinrich vonKonstanz mit ihren Satzungen feierlich bestätigt.

Im Jahre 1592 wurde die Kapelle zwar erweitert, jedoch auch jetztentsprach sie dem Bedürfnisse noch nicht und nachdem besonders der Obervogtvon Freidingen, Christoph Kall und dessen Ehefrau, Barbara Kellmeyer,5000 fl. zum Baufonds der Kirche gestiftet hatten, wurde, wie gesagt, am26. Juli 1666 der Grundstein zu der jetzigen Kirche, die auf mehr als9000 fl. zu stehen kam, gelegt und dieselbe am 14. Mai 1673 durch denWeihbischof von Konstanz, Georg Sigismund eingeweiht.

Die Bruderschaft erlosch in der Folge, aber der Zudrang des Volkes